Wartmannsroth

Wartmannsroth: Vermutlich weniger Einnahmen aus dem Gemeindewald

Der Forst wird langfristig für Generationen geplant. Trockenheit und Käferschäden schwächen den Gewinn aus dem Holzverkauf. Nötige Anpflanzungen zur Aufforstung erhöhen wiederum die Ausgaben.
Zum Waldbegang trafen sich die Räte der Gemeinde Wartmannsroth und Bürgermeister Florian Atzmüller (vorne) am Weidigsee mit Fabian Menzel und Christoph Uffelmann (beide rechts) von der Forstbetriebsgemeinschaft Rhön-Saale, die über den Wald informierten. Foto: Gerd Schaar       -  Zum Waldbegang trafen sich die Räte der Gemeinde Wartmannsroth und Bürgermeister Florian Atzmüller (vorne) am Weidigsee mit Fabian Menzel und Christoph Uffelmann (beide rechts) von der Forstbetriebsgemeinschaft Rhön-Saale, die über den Wald informierten. Foto: Gerd Schaar
Zum Waldbegang trafen sich die Räte der Gemeinde Wartmannsroth und Bürgermeister Florian Atzmüller (vorne) am Weidigsee mit Fabian Menzel und Christoph Uffelmann (beide rechts) von der Forstbetriebsgemeinschaft Rhön-Saale, die über den Wald informierten. Foto: Gerd Schaar

Am Weidigsee traf sich der vollzählige Gemeinderat Wartmannsroth für einen Waldbegang. Revierförster Christoph Uffelmann und Fabian Menzel, Geschäftsführer der beauftragten Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Rhön-Saale, führten die Interessierten durch die Waldabteilungen Weidig und Schafhecke. Die Trockenheit und die Käferschäden nagen weiterhin am Gewinnanteil des Holzverkaufs. Allgemein ist der Holzpreis (Fichte auf ein Fünftel) gesunken. Anpflanzungen für die Aufforstungen sind fällig und erhöhen die Ausgaben der Forstbilanz. So sei auch in diesem Jahr mit weniger Einnahmen zu rechnen, vermutete Bürgermeister Florian Atzmüller ( CSU ).

"Statt der rund 110 000 Euro des Vorjahres sind es heuer bloß geschätzte 35 000 Euro Gewinn", sagte Uffelmann. So schwindet diese Einnahmequelle aus dem Holzverkauf, der in früheren Zeiten eine tragendende Säule im Gemeindehaushalt Wartmannsroth war, immer mehr. "Der Gemeindewald mit rund 700 Hektar Fläche ist ein beachtlicher Teil von Wartmannsroth ", betonte Atzmüller. Auch die versammelten Räte bezeugten, einen innerlichen Bezug zum heimatlichen Wald zu haben. Roland Brönner ist sogar auch Privatwaldbesitzer.

"Schatz der Gemeinde"

Der malerische Weidigsee liegt an einer Route des Brennerweges. An diesem Biotop fühlen sich Frösche, Kröten und Libellen wohl. "Der See ist in Kooperation mit dem Bund Naturschutz entstanden", erklärte Atzmüller. "Der Naturschutz ist uns ein wichtiges Anliegen", wies er auch auf die Waizenbacher Seen hin. Den Wald als "Schatz der Gemeinde" zu hegen und zu pflegen, sei für die Gemeinde ein großer Auftrag. Mittlerweile sei der Anteil des Wartmannsrother Mischwaldes (Laub und Nadel) bei nahezu 80 Prozent.

Grundwasserspiegel zu niedrig

Der Fichtenanteil liege lediglich bei etwa zwölf Prozent, bestätigte Uffelmann. Daher halte sich der Borkenkäferschaden noch in Grenzen. Obwohl es letztens ein paar Regentage gab, sei der Grundwasserspiegel längst noch nicht ausgeglichen. Zu stark seien die Schädigungen der Trockensommer 2018 und 2019 geblieben.

Klimatolerante Baumarten wie Eiche und Kirsche hätten größere Überlebenschancen.

Laut aktueller Forsteinrichtung müssten heuer auf 35 Hektar Waldboden Neuanpflanzungen vorgenommen werden, sagte Uffelmann. Etwa zur Hälfte seien Douglasien eingeplant. Beim Nadelholz liege die Tanne vorn. Hinzu kämen noch rund zehn Prozent Edellaubhölzer.

Sinn des Waldbegangs war offensichtlich, das Interesse für das Thema Wald bei den Räten zu wecken. "Es ist wichtig, dass die Kommune hinter dem Erhalt des Gemeindewaldes für die kommenden Generationen steht", wünschte sich Menzel. Er wolle informieren und Interesse für die forstlichen Maßnahmen wecken.

"Hier kann der Forst mal vor Ort zeigen, was er das ganze Jahr über macht", sagte Uffelmann.

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