Oerlenbach

Vieles ist neu im Rat

Der neue Oerlenbacher Bürgermeister Nico Rogge setzt auf das Motto: "Gemeinsam geht's besser."
Bürgermeister Nico Rogge vereidigt Benedikt Kessler (Mitte) als 2. und Dieter Werner als 3. Bürgermeister       -  Bürgermeister Nico Rogge vereidigt Benedikt Kessler (Mitte) als 2. und Dieter Werner als 3. Bürgermeister
Bürgermeister Nico Rogge vereidigt Benedikt Kessler (Mitte) als 2. und Dieter Werner als 3. Bürgermeister

Es war vieles anders: Gymnastikraum der Hegler-Halle statt schmucker Sitzungssaal im Rathaus, die Ratsmitglieder an Einzeltischen, der Bürgermeister mit Mikrophon. Abstand war gefragt, und bei den gut zwei Dutzend Zuhörern überwiegen Gesichtsmasken.

Es war auch vieles neu: Fast die Hälfte der Ratsmitglieder sind erstmals gewählt, das Gremium ist jünger geworden. Neu ist auch der Bürgermeister, und er ist sehr jung. Nico Rogge, mit 33 Jahren der jüngste Rathauschef der Region, hätte sich die Amtseinführung wahrscheinlich ein wenig feierlicher vorgestellt - lediglich die Gemeindefahne erinnerte an einen besonderen Tag - aber das ließ sich der gelernte Diplom-Verwaltungswirt FH nicht anmerken. Sicher, unaufgeregt, ja souverän leitete er seine erste Gemeinderatssitzung mit immerhin 14 Tagesordnungspunkten, wie Wahlen der weiteren Bürgermeister und Ortsreferenten und Besetzung der Ausschüsse. Erfahrungen als Gemeinderat hat er nicht, und es gibt auch keinen Crashkurs für angehende Gemeindevorsteher, wie er anmerkte, aber wenn nach der Sitzung die beiden Bürgermeistervorgänger Franz Kuhn und Siegfried Erhard meinten: "Das hat er gut gemacht" und "Passt scho", dann ist das ein Riesenkompliment.

Gerhard Fischer als ältester Gemeinderat vereidigte den neuen Bürgermeister, bevor der neue Amtsträger dann die neuen Gemeinderätinnen und -Räte auf ihre "gewissenhafte Amtspflicht" schwören ließ. In seiner Grundsatzrede dankte Nico Rogge den ausgeschiedenen Ratsmitgliedern, dem bisherigen Bürgermeister Franz Kuhn und Stellvertreter Gerhard Fischer für intensive Vorbereitung zu seinem Amtsantritt und lobte die nachhaltige und zukunftsorientierte Politik in den vergangenen Jahren: "Es ist ein gutes Fundament für die weitere Entwicklung geschaffen worden", und kündigte dabei die offizielle Verabschiedung für Franz Kuhn in einem feierlichen Rahmen - wenn es die Corona-Situation wieder zulässt - an.

Er erinnerte an die Toten im Seniorenheim Kramerswiesen, wünschte Bewohnerinnen, Bewohnern und Pflegekräften "die nötige Kraft für diese herausfordernde Zeit", bedankte sich für geleistete Schwerstarbeit, war aber auch stolz, dass in der Gemeinde viel Solidarität zu spüren war.

Nico Rogge, der als CSU Kandidat von allen im Gemeinderat vertretenen Gruppierungen, Bürgerblock Oerlenbach , der Freien Wählergemeinschaft in Eltingshausen und Ebenhausen und der Wählergemeinschaft Rottershausen getragen wurde und keinen Gegenkandidat hatte, dankte seinen Wählern für das große Vertrauen und sieht die breite Unterstützung aus allen Ortsteilen als Bestätigung des Zusammenwachsens, das er weiter festigen will und mit dem Motto "Gemeinsam geht's besser" ausdrückte. Er zeigte sich überzeugt, dass die Mischung aus erfahrenen Gemeinderätinnen und -Räten, zusammen mit vielen jungen Ideen eine große Chance für erfolgreiche Arbeit und damit für die Zukunft der Gemeinde berge. Von den zu wählenden Stellvertretern erhoffte sich der Bürgermeister, dass sie ihn mit ihrer Erfahrung unterstützen und kündigte einen offenen transparenten Politikstil an, will im Wünschenswerten das Machbare erkennen und die Bürger frühzeitig einbinden. Dazu gab er das Motto aus, "nicht in Problemen, sondern in Lösungen zu denken".

Während Benedikt Keßler aus Ebenhausen mit allen Stimmen zum 2. Bürgermeister gewählt wurde, brachte erst eine Stichwahl die Entscheidung für Dieter Werner aus Rottershausen , der als 3. Bürgermeister eine Stimme mehr als Sven Schüller aus Oerlenbach erhielt. Dem Vorschlag des ersten Bürgermeisters, einen weiteren Stellvertreter zu benennen, stimmte das Gremium zu. Gerhard Fischer erhielt das notwendige Vertrauen. Neu ist auch ein weiterer Ausschuss. Neben Haupt- und Finanz-, Kultur- und Sozial- und dem Rechnungsprüfungsausschuss wird ein Umwelt- und Naturausschuss eingerichtet, in dem auch Forst- und Landwirtschaftliche Themen beraten werden. Als Ortsreferenten erhielten das Vertrauen: Ulrike Breuter, Ebenhausen, Stefan Karch, Eltingshausen , Andreas Schmitt, Oerlenbach und Martin Greubel, Rottershausen .

Das Standesamt ist in Bad Kissingen, aber in Oerlenbach kann trotzdem geheiratet werden, wenn Bürgermeister Nico Rogge und Stellvertreter Benedikt Kessler, ihren Lehrgang als Standesbeamte bestehen. Ab dem 25. Mai 2020 ist geplant, das Rathaus wieder, wie gewohnt, zu öffnen, und Bürgermeister Nico Rogge kündigt einen Fotowettbewerb für das schönste Foto aus den jeweiligen Ortsteilen an.

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