Hammelburg

Wahl verlief überall reibungslos

Rund 660 Wahlhelfer besetzten alleine in der Kommunalen Allianz Fränkisches Saaletal die Wahllokale und zählten die Stimmzettel bis weit in die Nacht aus. Trotz zum Teil massiver Computer-Probleme sind die Wahlleiter zufrieden.
Daniel Wolf und Angelika Stahl gehörten zu den rund 300 Wahlhelfern, die alleine bei der Stadt Hammelburg für einen reibungslosen Ablauf der Wahl sorgten. Hier leeren sie eine Wahlurne aus. Foto: Ralf Ruppert       -  Daniel Wolf und Angelika Stahl gehörten zu den rund 300 Wahlhelfern, die alleine bei der Stadt Hammelburg für einen reibungslosen Ablauf der Wahl sorgten. Hier leeren sie eine Wahlurne aus. Foto: Ralf Ruppert
Daniel Wolf und Angelika Stahl gehörten zu den rund 300 Wahlhelfern, die alleine bei der Stadt Hammelburg für einen reibungslosen Ablauf der Wahl sorgten. Hier leeren sie eine Wahlurne aus. Foto: Ralf Ruppert

In mehreren Schichten waren am Sonntag die rund 300 Wahlhelfer bei der Stadt Hammelburg eingeteilt: Die ersten begannen vor 8 Uhr in den 13 Wahllokalen, ab 13 Uhr war die zweite Mannschaft an der Reihe, ab 15 Uhr kamen die Helfer für die Briefwahl-Bezirke. In Oberthulba waren 112 Wahlhelfer im Einsatz. "Ein großes Lob dafür, dass in diesen unsicheren Zeiten alle den Dienst im Wahllokal angetreten haben und damit die Wahl erst ermöglichten", betont die dortige Wahlleiterin Nicole Wehner. Die Zahl der Absagen bewegte sich in allen neun Kommunen auf dem üblichen Level, kein Wahlleiter meldete mehr Absagen wegen Corona.

In der VG Elfershausen seien zum Beispiel nur drei der 115 eingeteilten Wahlhelfer kurzfristig krankheitsbedingt ausgefallen. "Aber es sind spontan Bürger eingesprungen", berichtet Geschäftsleiter Elmar Schubert, und: "Bei uns hat es sehr gut geklappt." Die Gemeinderatswahl in Elfershausen sei gegen 22.30 Uhr ausgezählt gewesen, in Fuchsstadt kurz vor Mitternacht. Kleinere Stimmbezirke hätten sogar bereits die Kreistagswahl in der Nacht abgeschlossen, der Rest wurde dann am Montag ab 8 Uhr ausgezählt. "Bis 14 Uhr war alles fertig", berichtet Schubert.

Aktuell bereite sich die VG Elfershausen nun auf die beiden Stichwahlen in Fuchsstadt und Elfershausen vor, die ausschließlich als Briefwahl durchgeführt werden. "Wir hoffen, dass wir Ende der Woche die Unterlagen verschicken", sagt Schubert. Für die Auszählung am 29. März würden dann deutlich weniger Wahlhelfer benötigt.

Bis 18 Uhr unter Verschluss

Bei der Briefwahl durften am Sonntag ab 15 Uhr die äußeren Umschläge geöffnet und die Unterlagen auf Vollständigkeit geprüft werden. Die inneren, weißen Umschläge kamen verschlossen in Wahlurnen. Erst ab 18 Uhr wurden die inneren Umschläge geöffnet und die vier Stimmzettel für Bürgermeister-, Landrats-, Stadtrats- und Kreistagswahl sortiert.

In Hammelburg wählte gut die Hälfte der Wahlberechtigten von daheim aus, berichtet Wahlleiter Roland Goerke. Trotzdem sei auch in den kleineren Stadtteilen Morlesau , Untereschenbach, Feuerthal und Obererthal die Mindestzahl von 50 Wählern erreicht worden: Laut Goerke mussten keine Stimmbezirke zusammen ausgezählt werden.

In Fuchsstadt gab es 1020 Briefwähler, das sind 67,5 Prozent der Wahlberechtigten und 79,7 Prozent der tatsächlichen Wähler , also etwa vier von fünf. In Elfershausen wählten 1424 von 2299 Wahlberechtigten, also 61,9 Prozent, per Brief. Auch hier waren es mehr als 79 Prozent der Wähler .

Drei Mal 20, einmal 28 Helfer

In den vier Gemeinden der VG Euerdorf waren jeweils 20 Wahlhelfer im Einsatz, für Wirmsthal zusätzlich acht. "Abgesagt hat nur einer kurzfristig, weil er erkrankt ist", berichtet Fabian Hollmeyer, Wahlleiter der Gemeinde Ramsthal. In Aura, Euerdorf und Sulzthal standen die Gemeinderäte jeweils gegen 22 Uhr fest, in Ramsthal habe es wegen des hohen Briefwahlaufkommens bis 0.30 Uhr gedauert. Der Kreistag wurde am Montag ausgezählt, die Auswertung zog sich wegen Computerproblemen allerdings bis in den Dienstag hinein. Einzige Besonderheit in Aura und Sulzthal war, dass bei je einem Bürgermeister-Kandidaten weitere Nennungen auf dem Stimmzettel möglich waren: In Aura seien 14 weitere Bürger, in Sulzthal 20 genannt worden. Namen gibt Hollmeyer aber keine bekannt.

"Obwohl wegen massiver EDV-Probleme die Wahlen unter keinen guten Vorzeichen standen, hat am Wahlabend alles wie am Schnürchen funktioniert", berichtet Daniel Görke, Wahlleiter in Wartmannsroth. 48 Ehrenamtliche und drei Angestellte waren dort im Einsatz. Die meisten seien eine "eingeschworene Truppe", allerdings waren auch ganz junge Helfer dabei. Absage habe es nur eine gegeben. In Wartmannsroth wählten 63,5 Prozent der Wahlberechtigten (79,6 Prozent der Wähler ) per Brief.

Beim Erfrischungsgeld gibt es in den Kommunen der Allianz einen einheitlichen Satz: 50 Euro erhielten die Wahlhelfer unter anderem in Hammelburg , Oberthulba und der VG Euerdorf. Zudem gab es Kaffee, Getränke, Kuchen und belegte Brötchen für die Dienste bis tief in die Nacht. Einige Wahlhelfer brachten sogar Kuchen mit, und die Stadt Hammelburg bestellte Chili con Carne und eine vegetarische Kartoffelsuppe - garniert mit einem dicken Lob von Wahlleiter Roland Goerke. In allen neun Kommunen sind die Wahlleiter dankbar: "Ohne die Helfer wäre die Wahl nicht möglich gewesen, und schließlich handelt es sich um ein reines Ehrenamt", betont etwa die Oberthulbaer Wahlleiterin Nicole Wehner.

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