Elfershausen

Warteliste für den Kindergarten

Der Kindergarten St. Johannis in Elfershausen ist in die Jahre gekommen. Zum Sanierungsbedarf kommt nun auch die Überlegung einer Erweiterung hinzu.
Der Kindergarten St. Johannis ist voll belegt und braucht eine Erweiterung. Hinzu kommt eine umfassende Sanierung in dem über 40 Jahre alten Gebäude.         Winfried Ehling
Der Kindergarten St. Johannis ist voll belegt und braucht eine Erweiterung. Hinzu kommt eine umfassende Sanierung in dem über 40 Jahre alten Gebäude. Winfried Ehling
In einem Pressegespräch klärte Bürgermeister Karlheinz Kickuth über anstehende Maßnahmen auf, die der Gemeinderat teils in nicht öffentlicher Sitzung diskutierte. Thema war unter anderem die Planung und Ausführung des Mehrgenerationenplatzes, der wegen Überflutung durch den Deisselbach in die Kritik geriet. Das Ratsgremium drang auf Auskunft über das weitere Vorgehen.
Nach Worten Kickuths erstellte Planer Dietz in Absprache mit dem Wasserwirtschaftsamt ein mit den erforderlichen Schutzmaßnahmen versehenes Konzept, das - am Böschungskopf um 40 bis 50 Zentimeter erhöht - auch einem Starkregen widerstehen kann. Dem Markt entstehen daraus keine zusätzlichen Kosten außer dem Transport von Mutterboden aus dem Ort.
Der Katholische Kindergarten St. Johannis in Elfershausen ist in die Jahre gekommen. Bei einer Besichtigung durch Sebastian Schneider, Fachkraft für Arbeitssicherheit, dem Bürgermeister, Vertretern der Diözese und des Trägers, der Kindergartenleitung und Bautechniker Uwe Mützel stellte Schneider eklatanten Sanierungsbedarf beim Brand- und Schallschutz sowie bei der Barrierefreiheit fest. Die umfangreiche Sanierung wirft nach Kickuths Ansicht sogar die Wirtschaftlichkeitsfrage auf, ob eine Sanierung lohnt oder ein Neubau die bessere Lösung ist.

Ein geplanter Erweiterungsbau des Kindergartens ist aufgrund des derzeitigen Aufnahme-Engpasses das Gebot der Stunde. Für Kleinkinder ist bereits eine Warteliste vorgesehen. Unter Einbeziehung von künftig 10 bis 15 Regelkindern mehr, überschreitet das derzeitige Gebäude aus den 70er Jahren seine Kapazitäten. "In den Jahren 2019 bis 2020 muss hier etwas geschehen , sonst gehen die Kinder woanders hin", unterstrich der Bürgermeister. Das weitere Vorgehen ist noch festzulegen, eine Rückmeldung der Diözese steht noch aus.
Zur Sitzung des Kindergarten- und Jugendausschusses erläuterten Elternvertreter den Hintergrund eines Antrags zur Schulkinder-Ferienbetreuung - besonders im Sommer - die sie als dringlich erachten, da die gesamte Ferienzeit bei berufstätigen Eltern nicht mit Urlaub überbrückt werden kann. Eine zweiwöchige Betreuung, insbesondere vormittags, wäre wünschenswert.
Kickuth wies darauf hin, dass die Betreuung keine Pflichtaufgabe der Kommune ist, öffentliche Fördermöglichkeiten somit nicht gegeben sind. Eine Diskussion über Räumlichkeiten, Personal und Haftung legte die Problematik des Vorhabens dar. Einigkeit erzielten Antragssteller und Gemeinde darüber, dass die Kosten, etwa 70 bis 100 Euro wöchentlich, von den Eltern zu tragen sind und - aufgrund der freien Belegungsplätze - zunächst mit dem Kindergarten St. Rochus in Machtilshausen Kontakt aufzunehmen.
In dieser eventuellen Lösung sahen die Beteiligten eine Möglichkeit zur Ferienbetreuung von Schulkindern der 1. und 2. Klassen. Eine separate Kraft müsste der Markt einstellen und die Eltern finanzieren. Der Ausschuss schlug vor, mit dem Kindergarten ein Gespräch zu führen und bei bestehender Bereitschaft eine Bedarfserhebung zu erstellen. Das Thema wird in einer der nächsten Ratssitzungen weiterbehandelt.
Dem Vorschlag des Bürgermeisters, das Jugendzentrum in der alten Schule von Langendorf in andere Räume zu verlegen, geht zunächst eine Ortseinsicht durch den Bauausschuss voraus. Inzwischen sind im ehemaligen Schulgebäude mehr Räume frei, die eine Umsiedlung des JUZ ermöglichen. Dies könnte Abhilfe bei Konfliktsituationen mit dem im selben Gebäude untergebrachten Musikverein bei der Nutzung der Toiletten und des Treppenhauses schaffen.
Für die vom Markt in der August-Ullrich-Straße erworbene Immobilie will die Gemeinde umgehend einen Nutzer finden, nachdem das Projekt Dorfladen scheiterte. Ein Gespräch Kickuths mit einem Interessenten könnte im nächsten Jahr eine Lösung in Form einer Arztpraxis bringen.

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