Wildflecken

Was tun, wenn der Schnee fällt

Im Wildfleckener Marktgemeinderat entwickelte sich eine Diskussion über Winterdienst auf dem neuen Rhönexpress-Bahnradweg. Laut Bürgermeister Kleinhenz ist die Beschlusslage aktuell recht klar: Es wird nicht geräumt und nicht gestreut.
Gut befahrbar und befestigt ist der neue Rhönexpress-Bahnradweg. Was ist passiert aber, wenn Schnee liegt. Foto: Archiv/Ulrike Müller
Gut befahrbar und befestigt ist der neue Rhönexpress-Bahnradweg. Was ist passiert aber, wenn Schnee liegt. Foto: Archiv/Ulrike Müller

Die erste Marktgemeinderatssitzung in Wildflecken im neuen Jahr nutzte Bürgermeister Gerd Kleinhenz (PWW) zu einer kurzen Vorausschau auf die bevorstehenden Monate. "Es wird nach den Kommunalwahlen einige personelle Veränderungen im Gremium geben", erläuterte der Rathauschef. "Ich hoffe, dass auch der zukünftige Gemeinderat zukunftsweisende Beschlüsse zum Wohle der Gemeinde fassen wird."

Holger Trump (CSU/PWG) wollte wissen, wie im Winter mit dem neuen Rhönexpress-Bahnradweg umgegangen wird, wenn die Strecke schneebedeckt ist. Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über das Thema Winterdienst. "Es ist in der Brückenauer Rhönallianz besprochen worden, dass der Radweg nicht geräumt und nicht gestreut wird", sagte Kleinhenz. Wenn an diesem Vorgehen etwas geändert werden soll, dann müsse es eine Lösung für die gesamte Strecke durch das Sinntal geben, so Kleinhenz. Das Thema will der Rathauschef in einer der nächsten Sitzungen noch einmal aufgreifen.

Formalie zum Rhönexpress-Bahnradweg

Der gesamte Rhönexpress-Bahnradweg in Oberbach und Wildflecken wurde auf einer Länge von rund 5,4 Kilometern als beschränkt öffentlicher Weg gewidmet. Wirksam wurde der Beschluss rückwirkend zum 1. Januar 2020. "Das ist eine rein formelle Sache, der neue Radweg muss öffentlich gewidmet werden", erläuterte Bürgermeister Kleinhenz. Die Entscheidung fiel einstimmig.

Eine Bauvoranfrage zum Anbau eines Nebengebäudes in der Beilsteinstraße in Wildflecken brachte das Gremium mächtig ins Grübeln. Rund 300 Kubikmeter Raum soll das neue Bauwerk umfassen - deutlich mehr als der Bebauungsplan hergibt. Die Marktgemeinderäte stellten die Voranfrage erst einmal zurück, denn sie wollen genaue Angaben zu Länge, Breite und Höhe der Lagerhalle haben. Nur anhand der Angabe des umbauten Raumes könne man sinnvollerweise keinen Beschluss fassen.

Zuschussantrag auf Eis gelegt

Von der Blaskapelle Oberbach lag ein Zuschussantrag für Trachten, Noten und Instrumente vor. Der Antrag wird aufgrund der schwierigen finanziellen Lage der Marktgemeinde erst einmal ohne Beschluss zur Kenntnis genommen. "Ich hoffe, dass wir in eine Situation kommen, in der wir solche Anträge wieder mit positivem Ausgang abarbeiten können", so Kleinhenz. Weitere Zuschussanträge von Vereinen seien ebenfalls erst einmal zur Kenntnis genommen und auf Eis gelegt worden. Die Schlüsselzuweisungen in diesem Jahr sollen zu einer Entspannung der angespannten Finanzlage sorgen. Zweiter Bürgermeister Wolfgang Illek (PWG) fragte nach, was mit dem maroden Dach des Musikerheims passieren soll. "Das Dach muss gemacht werden. Es werden jetzt erst einmal Angebote eingeholt", sagte der Rathauschef. Die Sanierung des Daches sei kaum noch aufschiebbar, so Kleinhenz.

Zur Gründung eines Senioren- und Behindertenbeirats erließ der Gemeinderat eine neue Satzung. Zum Entwurf der Gemeindeverwaltung gab es keine Einwände.

Schlagworte

  • Wildflecken
  • Anbau
  • Gerd Kleinhenz
  • Kommunalverwaltungen
  • Kommunalwahlen
  • Marktgemeinden
  • Sanierung und Renovierung
  • Senioren
  • Stadträte und Gemeinderäte
  • Winter
  • Winterdienste
  • Öffentlichkeit
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!