Maßbach

Wasser- und Friedhofsgebühren steigen in Maßbach

Teurer wird es für die Maßbacher in Sachen Wasser und Sterben. Die Generalsanierung und Erweiterung der evangelisch-lutherischen Kindertagesstätte machte einen großen Schritt nach vorne.
Mehr Grundgebühren müssen die Maßbacher für ihr Wasser zahlen. Symbolfoto: Archiv Helmut Will.Helmut Will       -  Mehr Grundgebühren müssen die Maßbacher für ihr Wasser zahlen. Symbolfoto: Archiv Helmut Will.Helmut Will
| Mehr Grundgebühren müssen die Maßbacher für ihr Wasser zahlen. Symbolfoto: Archiv Helmut Will.Helmut Will

Die Generalsanierung und Erweiterung der evangelisch-lutherischen Kindertagesstätte im Ortsteil Maßbach ist nun ein großes Stück weitergekommen. Der Maßbacher Marktgemeinderat billigte in seiner jüngsten Sitzung einstimmig und ohne lange Diskussionen eine Bauvereinbarung mit der evangelisch-lutherischen Pfarrei Lauertal.

Die Planungs- und Baukosten betragen rund vier Millionen Euro, von denen die Marktgemeinde 85 Prozent übernimmt. Ende Dezember 2019 hat die Bezirksregierung dem Markt Maßbach einen Zuschuss von 1,42 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Bürgermeister Matthias Klement ( CSU ) wurde vom Marktgemeinderat ermächtigt, nach Erteilung des Bewilligungsbescheides oder der Zustimmung zum vorzeitigen Baubeginn durch die Regierung von Unterfranken die Bauvereinbarung mit der Kirchengemeinde zu unterzeichnen.

Friedhofsgebühren zu niedrig

Erst nach einer längeren Diskussion stimmte der Marktgemeinderat der neuen Friedhofs- und Gebührensatzung zu. Sie war unter anderem deshalb nötig, weil das Landratsamt im Rahmen der Genehmigung des Haushaltsplanes 2020 eine Unterdeckung im Friedhofs- und Bestattungswesen kritisiert hatte. Den Beamten in Bad Kissingen waren die Friedhofsgebühren, die in der Marktgemeinde verlangt wurden, zu niedrig.

Ein Einzelgrab kostet in Zukunft 700 Euro, ein Doppelgrab 1000 Euro, ein Dreifachgrab 1300 Euro, eine Gruft 1900 Euro, ein Urnenerdgrab 500 Euro, eine Urnennische 550 Euro und ein Urnengrab als Baumbestattungsplatz 700 Euro. Lange diskutiert wurde über die Grabnutzung nach Ablauf der normalen Liegezeiten. "Wenn ich ein Grab weiter nutzen will, verlängere ich die Liegezeit, das ist die sauberste Lösung", betonte Susanne Ziegler (Grüne/FBuU).

Verlängerungen der Liegezeit

Es sei nicht möglich, die Grabsteine ohne Verlängerung stehen zu lassen, denn dann habe die Gemeinde auf ihre Kosten eine Sicherungspflicht, betonte Bürgermeister Klement: "Ich kann mir auch eine Verlängerung der Liegezeit um nur fünf Jahre vorstellen, darunter aber nicht."

Sonst ist seiner Ansicht nach der Verwaltungsaufwand zu hoch. Ein Antrag von Achim Bieber (BBP) und Wolfgang Dünisch (WGP), eine jährliche Verlängerung zu ermöglichen, die automatisch weiterläuft, solange sie nicht widerrufen wird, wurde abgelehnt. Der Marktgemeinderat stimmte schließlich zu, dass Verlängerungen der Liegezeit um fünf Jahre möglich werden.

Neu festgelegt wurden in der Sitzung die Grundgebühren für Wasserzähler. Sie betragen für nicht gewerbsmäßige Gartenanlagen weiterhin 15 Euro.

Die Gebühren für Wasserzähler mit einem Dauerdurchfluss bis zehn Kubikmeter wurden auf 100 Euro erhöht, Wasserzähler über zehn Kubikmeter kosten in Zukunft 300 Euro.

Gebühren steigen kräftig

Geändert wurde auch die Entwässerungssatzung. In Haushalten mit Wasserzählern mit einem Dauerdurchfluss von fünf Kubikmetern wurde die Grundgebühr von 30,67 auf 50 Euro angehoben, bei Wasserzählern mit einem Dauerdurchfluss bis zehn Kubikmeter von 36,81 auf 56 Euro und über zehn Kubikmeter von 42,94 auf 62 Euro.

Einige Wasserrohrbrüche in den Ortsteilen Maßbach und Poppenlauer verursachten Kosten in Höhe von 10.369 Euro. Für den Unterhalt der Wasserversorgung standen 60 000 Euro im Haushaltsplan, die bereits um 1193 Euro überzogen waren. Dadurch gab es nun überplanmäßige Ausgaben von insgesamt 11.562 Euro. Sie wurden vom Marktgemeinderat ohne Diskussion gebilligt.

Christoph Trost Notkommandant

Der Marktgemeinderat ernannte Feuerwehrkommandant Christoph Trost zum Notkommandanten der Freiwilligen Feuerwehr in Weichtungen, sein Stellvertreter Rafael Bambach ist nun stellvertretender Notkommandant.

Für den Ortsteil Poppenlauer wurde Matthias Hochrein zum stellvertretenden Feuerwehr-Notkommandanten ernannt. Die Amtszeit des Kommandanten und der beiden Stellvertreter war in diesen Tagen ausgelaufen, allerdings dürfen aufgrund einer Allgemeinverfügung des Landratsamtes zurzeit wegen der Corona-Pandemie keine Versammlungen stattfinden. Deshalb sind auch keine Neuwahlen bei den Feuerwehren möglich. Alle drei Kommandanten erklärten sich bereit, ihr Amt für ein Jahr weiterzuführen.

Ganz ohne Bedauern erklärte Bürgermeister Matthias Klement zum Schluss der Sitzung, dass der Marktgemeinde Geld aus einem bestimmten Zuschusstopf des Bundes und Landes entgeht: Kommunen, die wegen der Corona-Pandemie Gewerbesteuerausfälle haben, sollen unterstützt werden. "Wir haben im Haushalt 500.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen eingeplant, es werden aber wohl 750.000 Euro, da gibt es natürlich nichts", sagte er.

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