Bad Kissingen

Wasserfall als Klettersteig

Die Sektion Bad Kissingen des Deutschen Alpenvereins besuchte das Tannheimer Tal. Wandern, Klettern und Langlauf standen auf dem Programm.
Wasserfallklettern war nur am 3. Tag des Aufenthalts möglich. Dennoch konnten am gefrorenen Wasserfall einige schöne Routen von den Bad Kissingern geklettert werden.Steffen Schmidt       -  Wasserfallklettern war nur am 3. Tag des Aufenthalts möglich. Dennoch konnten am gefrorenen Wasserfall einige schöne Routen von den Bad Kissingern geklettert werden.Steffen Schmidt
| Wasserfallklettern war nur am 3. Tag des Aufenthalts möglich. Dennoch konnten am gefrorenen Wasserfall einige schöne Routen von den Bad Kissingern geklettert werden.Steffen Schmidt

Vielfältig waren die Aktivitäten von Mitgliedern der Sektion Bad Kissingen des Deutschen Alpenvereins beim jährlichen Winteraufenthalt im Tannheimer Tal. Unterkunft bot wie immer das Selbstversorgerhaus der Sektion Geislingen in Schattwald. Von hier aus starteten die verschiedenen Unternehmungen. So ging die Langlaufgruppe in die Loipen zum Vilsalpsee und zum Haldensee, beides Touren von je rund 22 Kilometern.

Wenig Schnee

Herrliches Wetter lockte dann die Bergsteiger zu einem Besuch auf der winterbedingt geschlossenen Bad Kissinger Hütte. Wenig Schnee machte den Aufstieg auch im Hochwinter gut möglich, so dass die mitgebrachten Schneeschuhe nicht zum Einsatz kamen. Lediglich einige vereiste Stellen mussten überwunden werden. Hüttenwart Erich Lehenbauer, der den ganzen Aufenthalt organisiert hatte, konnte sich zusammen mit der neuen Wirtin Sabine Wirth davon überzeugen, dass die Hütte die kalte Jahreszeit bisher gut überstanden hat. Der Blick hinüber zu den Allgäuer Alpen, aus denen der Hochvogel herausragte, war traumhaft.

Aufstieg zum Gimpel

Die Klettergruppe unter Leitung von Andi Grau stieg über das Gimpelhaus zum Gimpel, mit 2176 Metern der zweithöchste Berg der Tannheimer, auf. Der Gipfelgrat war total vereist und nur mit Steigeisen zu bewältigen, so dass die Tour zu einer echten Winterbesteigung wurde.

Am nächsten Tag stand auch für die Klettergruppe ein Besuch auf der Bad Kissinger Hütte auf dem Programm. Der Besuch wurde verbunden mit Klettern an den Aggenstein-Südwandplatten. In drei Seilschaften wurde der Gipfel des Aggenstein (1985 m) erreicht. Der Abstieg durch die verschneite Rinne erforderte Umsicht und Trittsicherheit. Eigentlich war Eisfallklettern für die Tage angesagt, aber die Witterung ließ das nur am dritten Tag zu. Am Haldenseefall wurden von den Fachübungsleitern Andi Grau, Lukas Keller und Steffen Schmidt drei Top-Ropes eingerichtet und so konnten am gefrorenen Wasserfall einige schöne Routen geklettert werden.

Bleibt noch nachzutragen, dass auch die Abende im Haus Schattwald sehr gemütlich bei Spiel und Erzählen verbracht wurden. Besonders lecker war das Bratkartoffelessen, zu dem die Langläufer alle eingeladen hatten. Dem Organisator Erich Lehenbauer wurde herzlich für seine Mühe gedankt. Heinz Steidle

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