Großenbrach

Weihnachtszauber in Großenbrach: Zu Hause bei den Gilberts

Die Gilberts in Großenbrach sind im Besitz einer ganz besonderen Weihnachtskrippe. Sie wurde im Jahr 1935 in Wuppertal gefertigt und im selben Jahr erstmals bei den Großeltern von Dunja zu Hause aufgebaut.
Dunja und Egon Gilbert freuen sich auf Heiligabend, wenn dann auch das Jesus-Kind in die Krippe einziehen darf. Foto: Nathalie Flügel
Dunja und Egon Gilbert freuen sich auf Heiligabend, wenn dann auch das Jesus-Kind in die Krippe einziehen darf. Foto: Nathalie Flügel

Die Weihnachtskrippe gehört zur Advents- und Weihnachtszeit genauso wie der Christbaum oder der Adventskranz. Man findet sie auf Weihnachtsmärkten, in heimischen Wohnzimmern, in Kirchen, Kindergärten, öffentlichen Einrichtungen und auch in Vorgärten weihnachtlich geschmückter Häuser und Wohnanlagen. Sie lässt Kinderaugen strahlen und Herzen höher schlagen. Sie gibt den Menschen Hoffnung, denn sie symbolisiert, dass Liebe und Geborgenheit nicht von äußeren Umständen wie teuren Hotels, schicken Autos oder anderen Luxusgütern abhängig sind. Stattdessen zeigt uns die Krippe, dass wir diese Dinge einzig in uns selbst und in den Menschen, die uns wichtig sind, finden können. Gerade in der Weihnachtszeit sind wir offen für all die schönen Dinge des Lebens, die man mit Geld nicht kaufen kann.

Für Egon Gilbert, seine Frau Dunja und die beiden gemeinsamen Söhne ist es tatsächlich die schönste Zeit des Jahres, und ihre Weihnachtskrippe beschert ihnen jedes Jahr aufs Neue echte Weihnachtsfreude. "Wir alle lieben die Krippe, doch meinem Mann Egon bedeutet sie unglaublich viel", so Dunja Gilbert, und fügt hinzu : "Jedes Jahr zieht er los und sammelt frisches Moos als Dekoration für die Weihnachtskrippe."

Die Gilberts in Großenbrach sind im Besitz einer ganz besonderen Weihnachtskrippe. Sie wurde im Jahr 1935 in Wuppertal gefertigt und im selben Jahr erstmals bei den Großeltern von Dunja zu Hause aufgebaut. Dort sorgte sie über zwei Generationen für Bewunderung und weihnachtliches Ambiente und erlebte sogar den Zweiten Weltkrieg. 1968 wurde die Krippe an Dunjas Eltern übergeben, und diese zogen mit ihr im Jahr 1986 von Wuppertal nach Wüstensachsen i. d. Rhön um.

Krippe übergeben

Am 25. November 2012 feierte Lukas Gilbert im Familienkreis seinen zwölften Geburtstag, und die Großeltern hatten nicht nur Geburtstagsgeschenke für ihren Enkel im Gepäck. Die Weihnachtskrippe wurde feierlich an Egon und seine Familie übergeben. "Ich war überrascht und gerührt zugleich. Die Freude war unsagbar groß", erinnert sich Egon Gilbert an den Tag der Krippen-Übergabe. "Mit dem Aufbau dieser Weihnachtskrippe beginnt für mich Weihnachten . Sie bedeutet mir unheimlich viel", fügt er hinzu. Er erinnert sich gerne an seine ersten Weihnachten als Kind zurück: "Meine Eltern hatten auch eine Krippe, diese wurde allerdings meinem Bruder vererbt. Umso mehr freue ich mich, dass meine Schwiegereltern uns diese wunderschöne Krippe vermacht haben. Mit einer Weihnachtskrippe verbinde ich meine schönsten Kindheitserinnerungen. Sie ist mir an Weihnachten wichtiger als Geschenke oder ein Baum." Doch Wünsche hat das Ehepaar Gilbert natürlich dennoch, es sind Wünsche, die unbezahlbar sind: "Wir wünschen uns zu Weihnachten Gesundheit, und dass unsere beiden Kinder glücklich und zufrieden sind!"

Krippe soll im Familienbesitz bleiben

Jedes Jahr Ende November stellen die Gilberts noch vor dem Weihnachtsbaum traditionell die Weihnachtskrippe im Wohnzimmer auf. Das Jesus-Kind findet den Einzug erst an Heiligabend, und am 6. Januar kommen die Figuren der heiligen drei Könige hinzu. "Die Krippe schenkt uns sehr viel Freude, daher bauen wir sie erst zu Maria Lichtmess wieder ab", freut sich Egon Gilbert. Eines Tages soll die Krippe an einen der beiden Söhne übergeben werden, doch bis dahin vergeht noch viel Zeit. "Uns ist es wichtig, dass die Krippe im Familienbesitz bleibt, wir verbinden mit ihr viele Erinnerungen", schließt Gilbert ab.

Hintergrund

Die Weihnachtskrippe ist die künstlerische-figürliche Darstellung der Heiligen Nacht, in der Jesus in einem Stall in Bethlehem geboren wurde, nachdem Maria und Josef keinen Platz in einer der Herbergen finden konnten. Franz von Assisi ließ als Erster im Jahr 1223 im Ort Greccio die Geburt Christi nachspielen. In einem Stall einer Felsgrotte mit Ochsen und Eseln sowie einer echten mit Stroh gefüllten Futterkrippe und Artisten. Mit diesem Szenario wollte er der Bevölkerung das Wunder der Menschwerdung Gottes verständlich machen. Franz von Assisi wurde später als "Vater der Krippe" bezeichnet. Die künstlerische Krippendarstellung an Hand von Holzfiguren fing allerdings vereinzelt schon im Frühchristentum den Anfang.

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