Bad Königshofen im Grabfeld

Weiter in den Spitzenämtern des Musiklebens

Der Bad Königshofener Ernst Oestreicher geht demnächst offiziell in den Ruhestand, als Ehrenamtlicher bleibt er der Musik auf höchster Ebene erhalten.

"Langweilig wird es mir im Ruhestand sicherlich nicht" - das hatte Professor Ernst Oestreicher in einem Gespräch zu seinem im Sommer dieses Jahres geplanten Abschied als Leiter der Berufsfachschule für Musik Bad Königshofen gesagt. Aber es kam ja ganz anders als geplant, denn er musste noch einige Monate weiterarbeiten, da sich zwar ein Nachfolger gefunden hatte, dieser dann aber seine Bewerbung zurückzog.

Nachdem Elmar Koch nun zum 1. Januar diese Aufgabe übernimmt, rückt der Ruhestand in greifbare Nähe. Dass Ernst Oestreicher dem Musikleben treu bleibt, zeigen zwei Bereiche, bei denen er wiederum in zwei hohe Spitzenämter des deutschen und bayerischen Musiklebens gewählt wurde.

In höchstes Gremium berufen

Bei der digital durchgeführten Mitgliederversammlung des Bayerischen Musikrats am 14. November wurde auch die Neuwahl coronabedingt auf digitalem Wege durchgeführt. Alle 64 stimmberechtigten Mitglieder konnten passwortgeschützt geheim wählen, berichtet er. Oestreicher, seit 2005 Mitglied des zwölfköpfigen Präsidiums, wurde für weitere drei Jahre in das höchste Gremium des bayerischen Musiklebens in Bayern berufen. Hier sind 35 Verbände der professionellen Musik und 34 Verbände aus dem Bereich des Amateurmusizierens vertreten.

Ernst Oestreicher vertritt neben den Interessen der Berufsfachschulen für Musik die bayerischen Musikhochschulen , Musikakademien und Blasmusikverbände in diesem Gremium. Als Präsidiumsmitglied ist er vertreten im Beirat der Bayerischen Musikakademie in Alteglofsheim, weiterhin stellvertretender Vorstand der Bayerischen Musikakademie in Hammelburg, Mitglied des Aufsichtsrats der Berufsfachschule für Musik Krumbach, des Projektbeirats Deutscher Orchesterwettbewerb im Deutschen Musikrat und des Kuratoriums des Tonkünstlerverbands Bayern.

Darüber hinaus wurde Ernst Oestreicher in seinem Amt als Vizepräsident der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV) bestätigt. Er ist in dieser Funktion Mitglied des Präsidiums und vertritt als einer von vier Vizepräsidenten Präsident Paul Lehrieder . Die BDMV wurde 1979 gegründet, erklärt der Noch-Schulleiter der Berufsfachschule für Musik in einem Gespräch. Ihr gehören 1,3 Millionen Mitglieder, davon an die 60 Prozent Jugendliche, in mehr als 18.000 Orchesterformationen an. Hier ist der Bad Königshofener Professor ebenfalls seit 2005 Vizepräsident.

Vielfältige Veranstaltungen besuchen

Nach seinem ruhestandsbedingten Ausscheiden aus der Berufsfachschule für Musik im Februar des kommenden Jahres wird er deshalb weiterhin die Schule, den Bezirk und den Landkreis in diesen beiden Spitzengremien des deutschen Musiklebens vertreten. "Ich freue mich auf diese Aufgaben und kann dann im Ruhestand endlich auch die vielfältigen Veranstaltungen in Bayern und Deutschland besuchen, was im aktiven Berufsleben stets schwierig war", fügt Ernst Oestreicher an.

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