Wildflecken

Wildflecken: Kinder drohen mit Messer

Im Gemeinderat sorgt man sich um die Sicherheit der Kinder. Auf dem Spielplatz finden nächtliche Gelage statt, und es gab einen Vorfall unter Kindern.
Immer wieder zugemüllt von Unbekannten, die hier nächtliche Gelage veranstalten: Der Spielplatz in Wildflecken. Sebastian Schmitt       -  Immer wieder zugemüllt von Unbekannten, die hier nächtliche Gelage veranstalten: Der Spielplatz in Wildflecken. Sebastian Schmitt
| Immer wieder zugemüllt von Unbekannten, die hier nächtliche Gelage veranstalten: Der Spielplatz in Wildflecken. Sebastian Schmitt

Der Zustand des Spielplatzes in der Grünen Lunge in Wildflecken macht vielen Eltern große Sorgen. Immer wieder werde das Areal stark verschmutzt und durch "Gelage" erheblich verschandelt, hieß es in der jüngsten Gemeinderatssitzung. "Das Problem ist uns bekannt", sagte der Bürgermeister Gerd Kleinhenz (PWW). Der Bauhof mache zwar immer wieder sauber, aber zu nächtlicher Stunde werde der Spielplatz leider dann oft gleich wieder wieder verschandelt und heftig zugemüllt. "Ich weiß aber nicht, wie wir das Problem anpacken können", so der Rathauschef.

Gedanken will sich die Kommune über neue Satzungen für öffentliche Plätze machen, um rechtlich gegen die nächtlichen "Gelage" vorzugehen. Wolfgang Illek (PWG) gab zu bedenken, dass man eine solche Satzung in der Praxis nur recht schwer durchsetzen könne. Man müsse im Ernstfall immer die Polizei holen.

Kleinhenz schlug vor, dass sich zunächst die Gemeindeverwaltung mit der Thematik befassen wird. In einer der nächsten Sitzungen wollen die Kommunalpolitiker darüber beraten. Man dürfe vor dem Problem nicht die Augen verschließen. Gerade auf einem Spielplatz haben solche "Gelage" mit Alkoholkonsum überhaupt nichts verloren, war die einhellige Ansicht des Gremiums. E

Hans-Joachim Gehrlein (PWW) griff im öffentlichen Teil der Sitzung einen Vorfall auf, als es in Wildflecken unter Kindern zu Drohungen mit einem Messer gekommen war. "Wir müssen uns darüber ernsthafte Gedanken machen. Es entsteht eine ernstzunehmende Gefahr für unsere Gemeinde. Den Kindern muss geholfen werden", forderte Gehrlein. Bürgermeister Kleinhenz machte klar, dass das Jugendamt längst eingeschaltet ist. "Aber es ist sehr schwer, an Informationen zu kommen. Das Jugendamt nimmt den Datenschutz sehr ernst", so Kleinhenz weiter.

Der Rathauschef erklärte aber auch, dass in diesem Fall das Jugendamt maßgeblich ist, die Gemeinde selbst habe hier keine Befugnisse. Man werde von Seiten der Kommune aber erneut versuchen, Informationen über das weitere Vorgehen in diesem Fall zu bekommen. Der Vorfall mit dem Messer sei nicht die einzige Auffälligkeit in den zurückliegenden Wochen und Monaten gewesen. "Die rechtlichen Hürden, dass das Jugendamt in diesem Fall überhaupt einschreiten kann, sind wohl sehr hoch."

"Wir müssen uns ernsthaft mit der Frage befassen, ob das dann noch die richtige Schule für gewaltbereite Kinder ist. Wenn erst einmal das Messer gezückt wird, dann ist es zum nächsten Schritt leider nicht mehr sehr weit", sagte Gehrlein.

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