Geroda

Stadtwerke Bad Brückenau: Wohin mit dem Klärschlamm?

Die Gemeinden der Rhönallianz und der Stadtwerke Bad Brückenau arbeiten an einem wirtschaftlichen Konzept. Weiter befasste sich das Gremium mit diversen Anträgen.
Runtergespült - und dann? Die Klärschlammentsorgung beschäftigte den Gemeinderat Geroda.  Foto: Annette Schreiber
Runtergespült - und dann? Die Klärschlammentsorgung beschäftigte den Gemeinderat Geroda. Foto: Annette Schreiber

Schon relativ lange wird in der Rhönallianz das Thema Klärschlamm diskutiert. Jetzt soll es einen Schritt weitergehen. Nämlich mit der Unterzeichnung der Vereinbarung zur interkommunalen Zusammenarbeit im Bereich der kommunalen Klärschlammbearbeitung und Klärschlammentsorgung zwischen den Gemeinden der Rhönallianz und den Stadtwerken Bad Brückenau.

Bürgermeister Alexander Schneider fasste in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats am Mittwoch den Inhalt der Konzeption kurz zusammen. Hintergrund sind die zunehmenden Herausforderungen des Umwelt- und Gewässerschutzes. Stark steigende Entsorgungskosten und die grundsätzlich rückläufige Abnahmebereitschaft von Landwirtschaft und Entsorgern zwingen zum Handeln.

So ist geplant, ein wirtschaftliches Konzept zur zentralen Klärschlammentwässerung inklusive der Entnahmemengen und -zeitpunkte an den jeweiligen Standorten zu erstellen und den Klärschlammtransport auszuschreiben. Auch soll ein leistungsanteiliges Abrechnungskonzept für gemeinsame Investitionen in eine Klärschlammpresse und Erweiterungen beziehungsweise Anpassungen im Bereich der Kläranlage Trübenbrunn erstellt werden.

Die Studie zum "Interkommunalen Abwasserkonzept im Einzugsgebiet der acht Mitgliedskommunen der Brückenauer Rhönallianz" empfiehlt die energetische Verwertung der anfallenden Klärschlämme am Standort der Kläranlage Trübenbrunn. Eine Entscheidung über die Umsetzung darüber stehe jedoch frühestens in fünf Jahren an, hieß es.

So lange läuft auch die Vereinbarung, die ab dem 1. März 2020 beginnt und sich um jeweils ein Jahr verlängert, wenn nicht drei Monate vor Ablauf gekündigt wird.

Grünes Licht für Bauanträge

Keine Einwände hatte das Gremium gegen die Errichtung eines Wohnhauses an bereits vorhandene Bebauung einer Tierheilpraktikerin in Geroda . Weil im Außenbereich geplant, stimmten die Räte nur unter den Vorgaben zu, dass für die Gemeinde keine Kosten für Abwasserentsorgung , Zufahrt, Winterdienst entstehen. Eine Erschließungs- und Finanzierungsvertrag soll dementsprechend geschlossen werden.

Grünes Licht gab es auch für den geplanten Einbau einer Wohnung in den Schalterräumen der ehemaligen VR-Bank und den Neubau einer Doppelgarage in Geroda sowie den Neubau einer Unterstellhalle in Platz.

Die Änderung des Bebauungsplanes (nur textliche Änderungen) "Nordöstlich der Ortschaft" des Marktes Burkardroth, Gemeindeteil Stangenroth, berührt die Belange der Marktgemeinde Geroda nicht. Es wurden keine Einwände erhoben. Zur Kenntnis gab Bürgermeister Alexander Schneider das Rechnungsergebnis der Jahresrechnung 2019. Um einen Lehrgang als Wohnraumberater für Senioren zu besuchen, benötigt ein Gerodaer eine Bescheinigung, dass er ehrenamtlich in der Gemeinde tätig ist. Unter der Voraussetzung, dass die Wohnungsanpassungsberatung ehrenamtlich erfolgt, stimmte der Gemeinderat dem Anliegen zu. Weiter informierte Schneider am Abend, dass es in diesem Jahr 50 Euro Entschädigung für Wahlhelfer geben wird.

Schlagworte

  • Geroda
  • Abwasserentsorgung
  • Alexander Schneider
  • Anträge
  • Bauanträge
  • Bebauungspläne
  • Entsorgungskosten
  • Gewässerschutz
  • Kläranlagen
  • Klärschlamm
  • Marktgemeinden
  • Stadträte und Gemeinderäte
  • Stadtwerke Bad Brückenau
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!