Wildflecken

Wohin mit dem Schlamm?

Die Entsorgung des Klärschlamms wollen die Kommunen der Brückenauer Rhönallianz künftig gemeinsam lösen. Winterdienst wird es auf dem neuen Radweg durch das Sinntal weiterhin nicht geben.
Die Tage der Wildfleckener Kläranlage sind gezählt. Die Zukunft der Abwasserbeseitigung beschäftigt den Marktgemeinderat seit einiger Zeit.Foto: Sebastian Schmitt       -  Die Tage der Wildfleckener Kläranlage sind gezählt. Die Zukunft der Abwasserbeseitigung beschäftigt den Marktgemeinderat seit einiger Zeit.Foto: Sebastian Schmitt
Die Tage der Wildfleckener Kläranlage sind gezählt. Die Zukunft der Abwasserbeseitigung beschäftigt den Marktgemeinderat seit einiger Zeit.Foto: Sebastian Schmitt

Um eine gemeinsame Abwasser- und Klärschlammentsorgung in der Brückenauer Rhönallianz ging es in der jüngsten Sitzung des Wildfleckener Marktgemeinderates. "Wir sind nicht die erste Gemeinde, die zu diesem Thema einen Beschluss fasst. Die Vorgeschichte ist hinlänglich bekannt", sagt Bürgermeister Gerd Kleinhenz (PWW). Es gehe aktuell vorrangig um eine interkommunale Zusammenarbeit bei der Entsorgung des Klärschlamms. "Jeder weiß, dass die Kosten hierfür weiter steigen", sagt der Rathauschef. "Brennendes Problem ist derzeit für alle Gemeinden die Entsorgung der Klärschlämme. Es geht im Moment für uns weniger um eine gemeinsame Lösung für die Abwasserfrage."

Nach aktuellem Sachstand werde die Marktgemeinde Wildflecken voraussichtlich in Oberbach eine neue Kläranlage für alle drei Wildfleckener Ortsteile bauen. Ein Anschluss an das Kanalnetz der Stadt Bad Brückenau von Wildflecken aus, um das Abwasser nach Trübenbrunn zur dortigen Kläranlage zu leiten, sei zumindest im Moment kein großes Thema, so der Rathauschef. Denn eine wirtschaftlich tragfähige Lösung konnte hierfür noch nicht gefunden werden. "Sollten sich in dieser Angelegenheit neue Erkenntnisse ergeben, dann wären wir natürlich gesprächsbereit. Wenn es jemanden gibt, der dieses Variante mit anderen wirtschaftlichen Ergebnissen kalkulieren kann, dann wäre derjenige herzlich willkommen."

Aus logistischen Gründen ausgeschlossen sei, dass die Gemeinde Wildflecken völlig unbehandelten Klärschlamm abtransportieren und entsorgen kann. Aus diesem Grund wird die Kommune beim Bau einer neuen Kläranlage auch technische Möglichkeiten schaffen müssen, um den Klärschlamm zunächst selbst zu trocknen und zu pressen. Erst danach könne der getrocknete und gepresste Klärschlamm zum Beispiel nach Trübenbrunn zur weiteren Entsorgung gebracht werden. Die Räte stimmten grundsätzlich einer gemeinsamen Lösung der Klärschlammentsorgung innerhalb der Brückenauer Rhönallianz zu.

Eine Bauvoranfrage zum Anbau eines Nebengebäudes in der Beilsteinstraße in Wildflecken beschäftigte die Kommunalpolitiker bereits zum zweiten Mal. Die Räte hatten das Thema vertagt, weil ihnen genaue Abmessungen zum Bauwerk zunächst nicht vorlagen. Das Nebengebäude umfasst rund 343 Kubikmeter umbauten Raum. Von den Nachbarn werde das Bauvorhaben nicht als störend empfunden, erläuterte Kleinhenz. Das Gremium stimmte geschlossen zu. Das Gebäude soll künftig als Lager genutzt werden. Für eine Werkhalle in der Eckartsrother Straße in Oberbach lag den Räten ein Antrag auf Nutzungsänderung vor. Der Marktgemeinderat hatte keine Einwände. Der Abschluss für den "Konzessionsvertrag-Gas" mit der Gasversorgung Unterfranken GmbH war reine Formsache und wurde von den Räten bewilligt. Der Bürgermeister informierte außerdem darüber, dass auf dem neuen Rhönexpress-Bahnradweg weiterhin kein Winterdienst eingerichtet wird: "Dies gilt von Zeitlofs bis nach Wildflecken ".

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