Bad Bocklet

Zeitreise mit Postkarten

Sechshundert Postkarten rund um Bad Bocklet haben Paul und Maria Schmitz der Marktgemeinde geschenkt. Die macht daraus eine touristische Attraktion.
Bad Bocklets Kurpark soll noch schöner werden.
Bad Bocklets Kurpark soll noch schöner werden.

Es war der letzte Punkt einer umfangreichen Tagesordnung des Gemeinderats. Aber wie die meisten anderen auch, "weist das touristische Projekt Zeitreise durch Bad Bocklet in die Zukunft", kündigt Bürgermeister Andreas Sandwall an. Thematisch geordnet, werden die teils sehr seltenen 600 Postkarten aus der Schenkung von Paul und Maria Schmitz in Rahmen präsentiert und an zehn markanten Punkten wie Kirche St. Laurentius, Rathaus, Kur- und Tourist Info, Kurhaus Hotel Bad Bocklet , Hotel Kunzmann, Bücherpavillon, Reha- und Präventionszentrum, Restaurant Laudensack und Schloss Aschach aufgestellt.

Durch Spenden finanziert

So sollen Einheimische und Gäste zu einer geschichtlichen Tour durch die Marktgemeinde angeregt werden. Zusätzlicher Clou: "Per QR-CODE wird auf die Homepage der Gemeinde, mit ausführlichen Informationen zu den Exponaten auf der jeweiligen Tafel verwiesen", erklärt Thomas Beck . Die Rahmen und die notwendigen Flyer werden überwiegend durch Spenden finanziert, ergänzt der Kurdirektor. Auch das nehmen die Gemeinderäte erfreut zur Kenntnis und so gibt es tatsächlich Applaus in der Sitzung: Für das Ehepaar Schmitz und die Akteure der Verwaltung, die die Verpflichtung der Eheleute für die Schenkung: "Ihr müsst aber was daraus machen", clever umgesetzt haben.

Wenn im denkmalgeschützten Kurgarten gebaut werden soll, sind entsprechende Genehmigungen einzuholen und dem Gemeinderat vorzulegen. So beschäftigt auch die Sanierung der Georg Schöppner Promenade vom Badehaus bis zur Aschacher Straße den Gemeinderat. Bürgermeister Sandwall informierte: Der Weg erhält zum besseren Heilquellenschutz eine bunte Asphaltdecke und wird mit einer Schranke gegen unbefugtes Befahren gesichert. Eine deutliche Aufwertung durch die Ertüchtigung der Treppe mit Sandsteinstufen erfährt auch die Mauer im Kurgarten: "Das wird ein Gewinn für den Kurgarten", ist sich Sandwall sicher. Der Rathauschef erklärte weiter, dass der Pavillon - aus Gründen des Hochwasserschutzes massiv gebaut und mit Sandsteinbänken ergänzt - auch für kleinere Veranstaltungen konzipiert wird. Der dominante Brunnenbau der Caritas wird mit neuen Fenstern und einem neuen Putz aufgehübscht. Dem schließt sich auf der anderen Seite auch die Staatsbad GmbH an. Der Gemeinderat segnete die denkmalschutzrechtliche Genehmigung einstimmig ab. Dem Wunsch der Bevölkerung trägt der Beschluss für die Ausweisung eines Baugebiets in Roth a.d. Saale Rechnung. Bürgermeister Sandwall erinnerte daran, dass es in Roth kaum freie Grundstücke oder Baulücken gibt, weshalb dieses kleine Gebiet - Fläche weniger als ein ha - für fünf Grundstücke mit 500-800 qm, der Entwicklung des Dorfes Rechnung trägt. Matthias Kirchner vom Planungsbüro Kirchner stellte den Entwurf vor, der das Gebiet mit einem "grünen Band" abrundet.

Die Zustimmung für das Vorhaben erfolgte einstimmig. Bei der folgenden Anhörung der Träger öffentlicher Belange, Behörden und Nachbargemeinden zum Vorhaben Bebauungsplan, Überarbeitung des Planentwurfes, Änderung des Flächennutzungsplans Herrnfeld (Rewe Markt am Kreisel in Aschach), übte sich der Planer als Schnellsprecher, damit Vielzahl und Umfang der Stellungnahmen, die Sitzung nicht bis Mitternacht ausdehnten. Gegen jeweils eine Stimme wurde dem Vorhaben zugestimmt. Keine Zustimmung erteilten die Räte der Bauvoranfrage für die Errichtung eines landwirtschaftlichen Betriebes mit Wohnhaus in Großenbrach. Sowohl Landratsamt Bad Kissingen als auch das Amt für Entwicklung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) versagten dem Vorhaben die Genehmigung. Dem kann sich die Verwaltung der Gemeinde nicht entziehen, stellte der Rathauschef fest. Der Rat sieht das ebenso. Dem Vorschlag des Bürgermeisters hingegen, die Straße des Baugebiets am Salzforst in Steinach auch so zu benennen, folgte das Gremium.

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