Fuchsstadt

Zum letzten Mal "Musik in Zeiten der Pandemie" in Fuchsstadt

Seit dem 22. März hat die Formation insgesamt 17 Konzerte gegeben. Gerüchte, dass die Fuchsstädter Musiker eine Strafe von 20 000 Euro zahlen mussten, sind falsch.
Die 'Musik in Zeiten der Pandemie', die zum 17. und zum letzten Mal  in Fuchsstadt stattfand, erhielt viel Applaus.     Winfried Ehling       -  Die 'Musik in Zeiten der Pandemie', die zum 17. und zum letzten Mal  in Fuchsstadt stattfand, erhielt viel Applaus.     Winfried Ehling
| Die "Musik in Zeiten der Pandemie", die zum 17. und zum letzten Mal in Fuchsstadt stattfand, erhielt viel Applaus. Winfried Ehling

Live-Musik geht auch in Corona-Zeiten. Nicht nur als Streaming im Internet, sondern als willkommene Darbietung im Freien, wie die Fuschter Musikanten bewiesen. Sie nahmen eine Empfehlung ihrer Verbände auf und musizierten - die Präventivmaßnahmen beachtend - in den Straßen und auf den Plätzen des Heimatorts zur Freude der Zuhörer.

"Wir haben am 22. März mit unseren kleinen Konzerten begonnen und sind bisher 17 Mal in unterschiedlichen Formationen und an verschiedenen Orten aufgetreten", berichtet der Ex-Vorsitzende Manfred Öftring. Immer am Sonntagabend um 18 Uhr erklang Musik in einer Straße, an einem Ort oder Platz, wo aktive Mitglieder des Musikvereins wohnen. Sie kamen zusammen, um ein Ständchen zu spielen und so die Menschen aus den Häusern zu locken und zum Zuhören zu bewegen.

Dazu schrieben Öftring und sein Sohn Markus Stücke, passend zur jeweiligen instrumentalen Besetzung, um. "Wir eröffnen mit einem kirchlichen Lied dann folgt Blasmusik aller Couleur", informiert er. Das kann der "Böhmische Traum", "Auf der Vogelwiese", "Hohe Tannen", "Wir Musikanten " oder auch der Titel "Die Gedanken sind frei" sein. Die Akteure treten in verschieden großen Gruppen und manchmal auch als Solisten auf. Und das musikalische Angebot ist natürlich kostenfrei.

Hinterher gibt es als Dankeschön einen kleinen Umtrunk und ein paar Schmankerln oder Kaffee und Kuchen von den benachbarten Zuhörern. "Das Open-Air ist eine prima Idee, und da zeigen wir uns gern erkenntlich", meint eine Zuhörerin in der Weinbergstraße, die einen Teller Kuchen bringt.

Die 17. Session ist auch das Finale der Fuschter Musikanten . In der Weinbergstraße zwischen zwei Rohbauten endet das "Corona-Konzert". "Am Sonntagabend in unserer Straße" gab es zum vorläufig letzten Mal, denn die Ferienzeit rückt näher und auch leidenschaftliche Musici legen ab und zu ihr Instrument weg.

Im Übrigen, die heimischen Musiker holten sich natürlich für ihre "Auftritte" die Erlaubnis von Grundstücksbesitzern, der Gemeinde und den Bürgern ein. Es ist auch nichts dran an dem Gerücht, dass durch die anliegenden Gemeinde schwirrte, dass die Fuchsstädter Musiker eine Strafe von 20 000 Euro zahlen mussten.

Das abschließende Stück ist der "Frankenliedmarsch", das die Zuhörer aus der Weinbergstraße fröhlich mitsingen. Sie honorierten die Präsentation mit einem kräftigen Applaus, die Musiker dankten mit einer Zugabe für die Unterstützung.

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