GIEBELSTADT/BAD WINDSHEIM

575 000 Euro für den Umzug der Synagoge

Das Fränkische Freilandmuseum hat für die geplante Umsiedlung einer fränkischen Landsynagoge aus Giebelstadts Ortsteil Allersheim (Lkr. Würzburg) einen vorläufigen Kostenplan vorgelegt. Gut 175 000 Euro werde alleine der Abbau und Transport von Unter- nach Mittelfranken kosten, sagte Museumsleiter Herbert May am Montag. Die Restaurierung sowie der Wiederaufbau auf dem Museumsgelände in Bad Windsheim würden nochmals mindestens 400 000 Euro kosten.

Der genaue Kostenplan ist vor allem für Giebelstadts Bürgermeister Helmut Krämer wichtig. Bislang gab es nur eine grobe Kostenschätzung von rund einer halben Million Euro für die komplette Umsiedlung der Synagoge. Mit den nun aufgeschlüsselten Kosten will Krämer weiter für Zuschüsse auf Gemeinde-, Landkreis- und Bezirksebene werben. Bisher waren diese Gremien zurückhaltend bis ablehnend, was eine Kostenübernahme für die Umsiedlung nach Mittelfranken angeht.

Bürgermeister Krämer hat in den vergangenen Wochen zig Gespräche mit Vertretern des Bezirks Unterfranken, den Landtagsabgeordneten, dem Landrat und dem Landesamt für Denkmalpflege geführt. Museumsleiter May sagte, er sei zuversichtlich, dass der Umzug der Synagoge „doch noch klappt“. Allerdings dränge die Zeit. „Die Bausubstanz ist inzwischen so marode, dass sie maximal noch einen Winter aushält“, betonte er. Im nächsten Jahr müsse daher zumindest der Abbau umgesetzt werden.

Das Museum ist an der um das Jahr 1740 erbauten Synagoge deshalb so interessiert, weil es sich um eine typische fränkische Landsynagoge handelt. In dem Gebäude waren die Synagoge selbst, die Wohnung des Rabbiners sowie im Keller ein rituelles Bad untergebracht.

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