OFFENBACH/WÜRZBURG

A 3 nach Bombensuche wieder frei

Nach sechsstündiger Sperrung für eine intensive Bombensuche fließt auf der Autobahn A 3 Frankfurt-Würzburg seit Mittwochmorgen der Verkehr wieder auf der Hauptverkehrsader von und in Richtung Unterfranken. In der Nacht zum 24. September war die Autobahn zwischen Autobahnkreuz Offenbach und Anschlussstelle Obertshausen an 54 Verdachtsstellen auf Kampfmittel hin untersucht worden.

Die Suche war nötig, nachdem im August eine Weltkriegsbombe an der Autobahn kontrolliert gesprengt werden musste, als eine Entschärfung misslang. Die Explosion riss einen großen Krater in die Fahrbahndecke.

Die A 3 gehört zu den Hauptverkehrsadern in Deutschland. Der gesperrte Abschnitt liegt etwa zehn Kilometer östlich vom Frankfurter Flughafen, für den in der Zeit der Sperrung das Nachtflugverbot galt. Tagsüber rollen bis zu 8000 Autos pro Stunde über die Autobahn, nachts sind es weniger als 1800, wie die Sprecherin des Straßen- und Verkehrsmanagements Hessen Mobil, Simone Reus, sagte.

Bei der jetzt durchgeführten Nachsuche wurden im Bereich der Baustelle keine weiteren Bomben gefunden – nur metallische Gegenstände wie Baustahl, Eisenträger oder Kabel, die vermutlich beim Bau der Autobahn in den 1950er Jahren dort liegen gelassen wurden. Die Freilegungsarbeiten, die mit vier Spezialbaggern erfolgten, konnten am Mittwoch um 4 Uhr abgeschlossen werden.

Die Arbeiten zur Fahrbahnsanierung der Autobahn in Fahrtrichtung Würzburg wurden fortgesetzt. Hessen Mobil hatte die bauvorbereitenden Arbeiten Ende vergangener Woche aufgrund der Verdachtsstellen, die im Rahmen der routinemäßigen Kampfmittelsuche identifiziert wurden, aus Sicherheitsgründen gestoppt. Durch den Baustopp wird es voraussichtlich zu einer Bauzeitverlängerung kommen.

Ursprünglich war das Bauende für Mitte Oktober vorgesehen. Der linke und mittlere Fahrstreifen in Fahrtrichtung Würzburg sind bereits vollständig erneuert. Die Arbeiten am rechten Fahrstreifen und dem Standstreifen stehen noch aus. Hessen Mobil gibt in Kürze eine angepasste Bauzeitenplanung bekannt.

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