WERNECK

Aquaplaning: Schwerer Unfall auf der A 7 bei Werneck

Von der Straße abgekommen: Der Wagen walzte Bäume nieder. Foto: Diem

Bei einem Unfall auf der Autobahn A 7 bei Werneck (Lkr. Schweinfurt) sind am Samstagabend zwei Menschen schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war ein Geländewagen ohne Fremdeinwirkung auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern geraten und anschließend von der Fahrbahn abgekommen. Der eingeklemmte Fahrer musste von der Feuerwehr befreit werden. Bei ihm ist laut Polizei Lebensgefahr noch nicht auszuschließen. Die Unfallermittlungen führt die Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck.

Gegen 17 Uhr war der 26-jährige Fahrer eines Leihwagens auf der A 7 in Fahrtrichtung Ulm unterwegs. Er fuhr auf dem linken Fahrstreifen und überholte andere Fahrzeuge. Einige hundert Meter vor dem Autobahnkreuz Werneck kam er auf regennasser Fahrbahn plötzlich ins Schleudern. Der Range-Rover rutschte nach rechts von der Fahrbahn ab und die Böschung hinauf. Dort walzte das Fahrzeug zunächst Polizeiangaben zufolge einige kleinere Bäume nieder, ehe sich der Wagen zwischen größeren Bäumen verkeilte.

Die 31-jährige Beifahrerin, die wie der Fahrer aus Osnabrück stammt, konnte selbstständig aus dem Wrack aussteigen. Der 26-Jährige musste jedoch von der Feuerwehr befreit werden. Ein Rettungshubschrauber brachte den Mann dann in eine Würzburger Klinik. Die Frau wurde von einem Rettungswagen in ein Schweinfurter Krankenhaus gebracht. Eine zufällig vorbeifahrende Ärztin aus Hamburg leistete laut Polizeibericht in vorbildlicher Weise bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe.

Der Schaden am Wagen wird auf etwa 30 000 Euro geschätzt. Für etwa eine Stunde musste die A 7 in Fahrtrichtung Ulm komplett gesperrt werden. Später konnte der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. In der Spitze baute sich ein Stau von etwa sieben Kilometern Länge auf.

Neben dem Rettungsdienst waren auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Niederwerrn und Poppenhausen vor Ort. Die Einsatzkräfte beklagten im Anschluss an den Einsatz das Verhalten einiger Verkehrsteilnehmer im Stau. Laut Polizei waren in der Rettungsgasse Fußgänger zwischen den stehenden Fahrzeugen unterwegs – darunter sogar kleine Kinder, die unbeaufsichtigt umhergerannt seien. Die Polizei betont, solche zusätzlichen „Hindernisse“ würden die Arbeit der Retter erschweren und im Notfall wertvolle Zeit kosten.

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