WÜRZBURG

Auch Unterfranken weitet Kormoran-Abschuss aus

Nach dem Regierungsbezirk Oberfranken hat nun auch die Regierung von Unterfranken wegen der anhaltend hohen Kormoranbestände die Abschussmöglichkeit für diese Wasservögel deutlich ausgeweitet. Wie die Bezirksregierung am Montag mitteilte, sollen damit „erhebliche fischereiwirtschaftliche Schäden“ abgewendet werden.

Ein Kormoran schnappt sich einen Leckerbissen. Die guten Flieger aus der Familie der Ruderfüßer, die bis zu 30 Meter tief nach Nahrung tauchen können, wurden überall in Europa jahrhundertelang als Nahrungskonkurrenten verfolgt und wurden in vielen Regionen ausgerottet. Nachdem die Wasserqualität der Flüsse und Seen sich verbesserte und wieder mehr Fische darin leben, kehrten die schwarzen Vögel scharenweise zurück.
Ein Kormoran schnappt sich einen Leckerbissen. Die guten Flieger aus der Familie der Ruderfüßer, die bis zu 30 Meter tief nach Nahrung tauchen können, wurden überall in Europa jahrhundertelang als Nahrungskonkurrenten verfolgt und wurden in vielen Regionen ausgerottet. Nachdem die Wasserqualität der Flüsse und Seen sich verbesserte und wieder mehr Fische darin leben, kehrten die schwarzen Vögel scharenweise zurück. Foto: FOTO dpa
Zugelassen ist nun demzufolge die Tötung der Kormorane im Umkreis von 200 Metern um Teichanlagen und die Fließgewässer Aschaff, Fränkische Saale – mit den Zuflüssen Schondra, Thulba, Lauer, Brend, Streu, Bahra, Milz – sowie Sinn, Main, Tauber und Wern. Erlaubt ist jetzt außerdem der ganzjährige Abschuss von Jungvögeln, die sich durch ihr helleres Brustgefieder von den älteren Tieren unterscheiden. Altvögel dürfen bis 30. April geschossen werden.

Auch innerhalb einiger Naturschutzgebiete sowie in bestimmten Europäischen Vogelschutzgebieten dürfen Kormorane zu festgelegten Zeiten getötet werden. Mit der Aktion will die Regierung unter anderem die Neugründung von Brutkolonien verhindern.

Bereits Anfang Januar hatte die Regierung von Oberfranken den Abschuss überwinternder Kormorane sowohl räumlich als auch zeitlich ausgedehnt. Fischer beklagen, dass der Kormoran den Fischfang bedroht. Dagegen wird der Abschuss von Vogelschützern kritisiert. Nach Angaben des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern (LBV) kommen im Winter bis zu 8000 Tiere von der Ostseeküste nach Bayern.

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