VOLKACH

Bestnoten für Hochprozentiges

Sinnenfreuden: Auf der Desta gab es viel zu riechen und zu schmecken.

Eine Flut von Medaillen ernteten Frankens Brenner bei der 10. Desta-Messe im unterfränkischen Volkach. Der Fränkische Klein- und Obstbrennerverband Würzburg e.V. zeichnete insgesamt 356 edle Destillate aus. 63 Gold-, 171 Silber- und 122 Bronzemedaillen gingen an die erfolgreichsten Brenner aus den drei fränkischen Regierungsbezirken Mittel-, Ober- und Unterfranken. Auch einige Verbandsmitglieder aus den angrenzenden Bundesländern konnten aus den Händen von Professor Richard Balling vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Urkunden und Medaillen entgegennehmen.

Fränkischer Star der 61. Prämierungsveranstaltung des Verbands in der Mainschleifenhalle, die von der Geschäftsführerin des Fränkischen Klein- und Obstbrennerverbands Andrea Bätz und dessen 1. Vorsitzenden Hubert Fröhlich moderiert wurde, war Bernd Andres. Der Brenner aus Kirchlauter-Pettstadt (Lkr. Haßberge) brachte es mit seinen Destillaten aus Apfel, Williamsbirne, Ingwer und Haselnuss auf stolze 16 Medaillen, darunter fünfmal Gold.

Ministerialrat Balling stellte die kulturelle Bedeutung der Streuobstwiesen und der Brennereien in den Mittelpunkt seiner Ansprache. Er lobte bei der Preisverleihung den Einsatz der Landwirte und Brenner: „Hinter alten Bäumen und gutem Obst steckt jede Menge Arbeit.“ Gemeinsam müsse man aber auch neue Wege gehen. Laut Balling dürfen die Landwirte, die in moderne Brennanlagen investieren, ab dem kommenden Jahr mit staatlichen Zuschüssen rechnen. Zwei Tage lang war die Messehalle in Volkach lebendiger Treffpunkt der bayerischen Destillat-Szene.

Das kleine Jubiläum wartete gleich mit zwei Rekorden auf. Aussteller aus Bayern, Baden-Württemberg und Frankreich hatten 50 Messestände aufgebaut, und mehr als 2000 Besucher ließen sich auf der geistreichen Meile verwöhnen. „Sehen, riechen und schmecken“ lautete das kurzweilige Motto der Desta. Wer schlau war, ließ sein Auto zu Hause stehen. Denn im hochprozentigen Schlemmerland mit leckeren Brand- oder Whiskeyproben gab es reichlich Gutes zu verkosten. Eröffnet wurde die Desta von Bayerns Finanzstaatssekretär Johannes Hintersberger, der den angekündigten Finanzminister Markus Söder vertrat. „Unsere Streuobstwiesen sind ein lebendiges Stück Heimat und prägen unsere Kulturlandschaft“, sagte Hintersberger und spannte einen „naturnahen Bogen“ vom Obst zum Brand.

Prämierte Schnäpse: Auf der 10. Desta-Messe in Volkach zeigten fränkische Brennereien, was sie können. Foto: Peter Pfannes

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