Dankesworte für Auschwitz-Arzt

würzburg Kann ein SS-Mann, der nachweislich im Vernichtungslager Auschwitz unzählige Menschen in die Gaskammern geschickt hat, Gegenstand einer sympathisierenden Untersuchung sein? Der Autor Ulrich Völklein sagt ja; er hat jetzt ein solches Buch über Eduard Wirths, den Standortarzt von Auschwitz, geschrieben.
Das Werk "Der ,Märchenprinz'" des 1949 geborenen Ex-"Stern"- und "Zeit"-Redakteurs ist in doppelter Hinsicht erstaunlich. Eduard Wirths, der ebenso wie Völklein in dem Dorf Geroldhausen im Landkreis Würzburg aufwuchs, tauchte schon 2001 in Völkleins Buch "Der Judenacker" auf, damals allerdings noch als Täter, der "in Auschwitz keinen Widerstand" leistete und "vollständig in der Vernichtungslogik des Systems" eingebunden blieb.
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