WÜRZBURG

Das Berufsrisiko des Lokführers

Statistisch gesehen hat jeder zweite Lokführer schon einmal einen "Personenschaden" erlebt. Rund 850 dieser Vorfälle gibt es pro Jahr auf deutschen Bahnstrecken.
Blick aus dem Führerhaus: Bei 800 Metern Bremsweg ist ein Lokführer machtlos, wenn ein Hindernis die Gleise blockiert. Foto: Foto: Jan Woitas, dpa
Der Schlag, den es macht, wenn ein Zug einen Menschen erfasst, hat sich in Rolf Steiner (Name von der Redaktion geändert) eingebrannt. Der Lokführer schreckt jedes Mal hoch, wenn er ein ähnliches Geräusch hört. Eineinhalb Jahre ist es her, dass sich ein Mann auf Steiners Strecke das Leben genommen hat. Der Lokführer leidet noch immer am posttraumatischen Stresssyndrom, wie Suizidforscher Professor Armin Schmidtke bestätigt. Acht Wochen hatte es gedauert, bis Steiner wieder Zug fahren konnte. Doch viele seiner Kollegen, die Ähnliches erlebt haben, kehren nicht mehr zurück ins Führerhaus. Nur wenige können ...
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