WÜRZBURG

Fall Kiener: Verlesung dauert Stunden

Pünktlich zum Beginn des Betrugs-Prozesses gegen den Aschaffenburger Fondsmanager Helmut Kiener vor dem Würzburger Landgericht hat der Große Strafsenat des Bundesgerichtshofs eine Entscheidung gefällt, die von vielen Gerichten und Staatsanwälten begrüßt wird: Bei der Verlesung von Anklagesätzen müssen darin enthaltene Tabellen nicht mehr vorgetragen werden.

Im Fall von Helmut Kiener, gegen den ab kommenden Mittwoch verhandelt wird, umfasst die Anklage nach Angaben des Würzburger Oberstaatsanwalts Burkhard Pöpperl rund 630 Seiten. Etwa 560 davon sind Tabellen mit Namen und Kontonummern von mutmaßlichen Opfern des Angeklagten. Hätten sie alle im Prozess verlesen werden müssen, hätte laut Pöpperl allein das Vortragen der Anklage mehrere Wochen in Anspruch genommen. Nun, da nur noch rund 70 Seiten vorgetragen werden müssen, wird die Verlesung der Anklage etwa drei bis vier Stunden dauern.

Wie berichtet, ist Helmut Kiener angeklagt, weil er rund 5000 Anleger und internationale Großbanken durch laut Staatsanwaltschaft falsche Angaben in Prospekten seiner Fondsgesellschaft um etwa 345 Millionen Euro geprellt haben soll. Der Prozess beginnt am kommenden Mittwoch im Würzburger Strafjustizzentrums.

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