RIENECK

Fünf verdrängte Morde von Rieneck

Eine Frau will ihrer Heimatstadt eine Tafel stiften zur Erinnerung an ein Kriegsverbrechen vor fast 70 Jahren - sie darf nicht. Eine Geschichte über den schwierigen Umgang mit Geschichte.
Enttäuschte Spenderin: Eine Gedenktafel zur Erinnerung an das Kriegsverbrechen Ende März 1945 in Rieneck wollte Elfriede Krutsch ihrer Heimatstadt stiften. Foto: Foto: Björn Kohlhepp
Rieneck ist ein liebenswertes Städtchen. Der 2000-Einwohner-Ort in Main-Spessart klemmt sich an den Berghang oberhalb des Flüsschens Sinn; viele Gässchen, viel Wald drumherum, viel gepflegtes Brauchtum und eine große Geschichte, weithin sichtbar durch die mächtige Burg der namengebenden, im 16. Jahrhundert ausgestorbenen Grafen, heute Bundeszentrum des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Wie so viele liebenswerte Städte und Städtchen kennt auch Rieneck dunkle Zeiten. An grausame mittelalterliche Praktiken erinnert beispielsweise ein Halseisen am einstigen Pranger am Alten Rathaus. An den ...
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