WÜRZBURG

„Heißer Draht“ zu Bischof Hofmann – 31 Gläubige riefen an

„Es hat sich wieder gelohnt, die Aktion anzubieten. Vor allem konnte ich zahlreiche Seelsorgegespräche mit Menschen aus allen Regionen des Bistums Würzburg führen“, sagte Bischof Friedhelm Hofmann laut Mitteilung des bischöflichen Pressedienstes. Er war bei der zehnten Telefonaktion „Heißer Draht zum Bischof“ am Freitagnachmittag erneut ein gefragter Gesprächspartner.

Insgesamt fanden Telefongespräche mit 31 Frauen und Männern statt. Die meisten kamen aus dem Bistum Würzburg – heuer vor allem aus der Rhön. Von 15 bis 18.15 Uhr hörte der Bischof ohne Verschnaufpause die Anliegen von Menschen, diskutierte über aktuelle Fragen und gab Rat und Hilfe. Die Telefonleitung ins Würzburger Bischofshaus war über drei Stunden lang durchgehend belegt. Eine Anruferin berichtete, sie habe über zwei Stunden die Nummer gewählt, ehe die Verbindung ins Bischofshaus frei war. Sobald der Bischof den Hörer auflegte, klingelte der nächste Anrufer.

Die Gespräche konzentrierten sich vor allem auf Fragen zur Seelsorge. So kam die Größe von Pfarreiengemeinschaften zur Sprache, wurden Probleme in den Gemeinden genannt, ein stärkerer Einsatz von Ordenspriestern in den Gemeinden angeregt und mehr Verantwortung für Frauen in der Kirche gefordert. Auch Fragen zur Krankenkommunion, zum Friedensgruß in der Messe und zum Weihrauchgebrauch wurden gestellt.

Thema war außerdem das neue katholische Gebet- und Gesangbuch „Gotteslob“. Mehrere Anrufer lobten das Buch, hatten aber Fragen zur künstlerischen Gestaltung. Auch die Suche nach einem Arbeitsplatz trugen Anrufer dem Bischof vor. Persönlich wurde es bei Lebens- und Glaubensfragen. Die Sorge um die Zukunft der Kirche bewegte nach den Worten des Bischofs manchen Anrufer. Nicht zur Sprache kam die Debatte zu den Finanzen der Kirche.

Sehr konkret wurde es, als eine schwer gehbehinderte Frau vom Untermain den Wunsch äußerte, einmal den Kiliansdom besuchen zu können. Diesen Wunsch will ihr Bischof Hofmann in nächster Zeit mit Hilfe des Malteser-Hilfsdienstes erfüllen. Ein Mann aus der Rhön, der sich selbst als „ältesten Kirchenpfleger im Bistum Würzburg“ bezeichnete, lud Bischof Hofmann zur Feier seines 85. Geburtstags ein. Ob der Bischof dieser Einladung nachkommen kann, steht noch offen.

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