SCHWEINFURT

Mordvorwurf fallen gelassen

Im Prozess vor dem Schwurgericht hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch den angeklagten Mordvorwurf gegen Nikolai Z. fallen gelassen.

Die Beweislage spreche allerdings eindeutig dafür, dass der 58-Jährige bei einem Trinkgelage kurz vor Weihnachten 2010 einen schlafenden Saufkumpan in dessen Schweinfurter Wohnung erstochen habe.

Die Version von Nikolai Z., dass das Opfer (51) wegen der Trennung von seiner Frau einen Suizid begangen habe, sei widerlegt. Der Staatsanwalt verlangte deshalb eine Gefängnisstrafe von zwölf Jahren – allerdings wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

Die Anwältin von Z. plädierte demgegenüber auf Freispruch, weil ein Suizid nicht auszuschließen sei. Wenn das Gericht dennoch zur Auffassung komme, dass ihr Mandant zugestochen habe, sei das Körperverletzung mit Todesfolge.

Ihr Antrag: Maximal fünfeinhalb Jahre. Das Opfer hatte sich nach einem Saufgelage mit 3,58 Promille ins Schlafzimmer zurückgezogen. Zu Tode kam der 51-Jährige durch einen tiefen Stich in den Oberschenkel durch die Bettdecke hindurch. Urteil am 3. Mai.

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