ELSENFELD

Nach Anschlag auf Kulturverein: Rote Flüssigkeit war Schweineblut

Nach der Sachbeschädigung an einem deutsch-türkischen Vereinsheim vor rund anderthalb Wochen steht nun fest: Bei der roten Flüssigkeit, die unbekannte Täter in Luftballons an die Fassade geworfen hatten, handelt es sich um Schweineblut.
Der beschmierte Neubau in Elsenfeld. FOTO YAVUZ GÜZEL/TDKV e.V.
Der beschmierte Neubau in Elsenfeld. FOTO YAVUZ GÜZEL/TDKV e.V.
Dies geht aus den Ergebnissen einer Laboruntersuchung des Bayerischen Landeskriminalamtes hervor, wie die Polizei Unterfranken mitteilt. Die von der Aschaffenburger Kripo eingerichtete Ermittlungskommission geht indes weiter allen Hinweisen nach und bittet vor allem die Elsenfelder Bevölkerung erneut um Mithilfe.

Nach wie vor ist die Kriminalpolizei auf der Suche nach den Unbekannten, die in der Nacht zum 24. Oktober das Anwesen des Kulturvereins verschandelten. Die Täter bewarfen damals nicht nur die Hauswand mit blutgefüllten Ballons, sie legten auch mehrere Dutzend Tieraugen vor das Gebäude. Seitdem haben die Ermittler mit rund 50 fleischverarbeitenden Betrieben in der gesamten Umgebung Kontakt aufgenommen, um die Herkunft der Schlachtabfälle zu klären - bislang ohne Erfolg. 
 
Aus den Untersuchungen geht weiter hervor, dass ein kleines Knorpelstück, das zwischen den abgelegten Tieraugen auf dem Gelände des Vereinsheims aufgefunden worden war, zweifellos einem Schwein zuzuordnen ist. Die Ermittler gehen deswegen davon aus, dass auch die abgelegten Tieraugen von Schweinen stammen.
 
Aus verschiedenen Zeugenaussagen ließ sich zwischenzeitlich die wahrscheinliche Tatzeit auf einen etwas engeren Zeitraum eingrenzen. So teilte ein Hinweisgeber mit, dass er die roten Flecken an der Hauswand bereits am frühen Morgen, gegen 2 Uhr, wahrgenommen hatte. Ein anderer Zeuge beobachtete einen silberfarbenen VW Bus, der gegen 1.30 Uhr mit offener Schiebetür von der Kreuzung Sudetenstraße - Schlesierstraße in Richtung des Neubaus gefahren sein soll.
 
Für dieses Fahrzeug interessieren sich jetzt auch die Beamten der Ermittlungskommission, deren Nachforschungen immer noch in alle Richtungen gehen. Sie sind nun auf der Suche nach weiteren Zeugen, die Hinweise auf den silberfarbenen VW Bus oder seine Insassen geben können. Wer sachdienliche Angaben machen kann, möge sich unter der Tel. 06 02 18 57 - 17 32 bei der Kriminalpolizeiinspektion Aschaffenburg melden. 

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