WALDBÜTTELBRUNN

Nach Kündigungen: Scharfe Kritik an Großbäckerei Götz

Nachdem der Betriebsratsvorsitzende und eine Betriebsrätin der in Waldbüttelbrunn (Lkr. Würzburg) ansässigen Großbäckerei Götz gefeuert wurden, gab es nun Kritik aus der Politik. Der SPD-Landtagsabgeordnete Volkmar Halbleib (Ochsenfurt) kritisierte am Mittwoch in einem offenen Brief an Geschäftsführer Wolfgang Götz das Verhalten der Firmenleitung aufs Schärfste. Der wird aktuell vorgeworfen, den zwei Gewerkschaftlern aus fadenscheinigen Gründen fristlos gekündigt zu haben.

Zu einer Betriebsratsversammlung, bei der laut Geschäftsführung den beiden Kündigungen zugestimmt wurde, waren beispielsweise maximal drei – laut Mitarbeiteraussagen „arbeitgebernahe“ – Betriebsräte anwesend. Weitere drastische Vorwürfe wie etwa die Beeinflussung der Betriebsratswahl durch die Geschäftsleitung stehen im Raum. Wegen der Vorwürfe geht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten derzeit auch juristisch gegen die Großbäckerei Götz vor.

Sollten die Vorwürfe zutreffen, sei das laut Halbleib „völlig inakzeptabel“. Weiter schreibt er: „Die Vertretung der Arbeitnehmer durch gewählte Betriebsräte ist ein hohes Gut und gehört zum Grundkonsens der Sozialpartnerschaft in unserer Gesellschaft. Diese zentralen Rechte werden (...) massiv verletzt.“ Auch der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen und SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel (Gemünden) spricht in einer Pressemeldung von einem „grundlegenden Widerspruch zum Prinzip der Tarifpartnerschaft“.

Der Streit wird am Dienstag, 13. Mai, erstmals vor Gericht verhandelt. Es geht darum, ob die Gekündigten vorläufig wieder eingestellt werden.

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