BAD KISSINGEN

Nächstes Open-Air mit einem Weltstar: Mark Knopfler kommt

Gitarrenlegende: Mark Knopfler spielt nächsten Sommer im Bad Kissinger Luitpoldpark. Foto: dpa

Bryan Adams war sich dessen bestimmt nicht bewusst, aber letztlich hat er die Vorarbeit geleistet. Der Auftritt des kanadischen Schmuserockers im Bad Kissinger Luitpoldpark im vergangenen Juni verlief ziemlich erfolgreich. Veranstalter Argo Konzerte stellt deshalb bereits jetzt für kommenden Sommer das nächste Open-Air mit einem Weltstar vor. Am 4. Juli verbringen die Kissinger und ihre Gäste einen Abend mit Mark Knopfler und Band.

Es gibt Menschen, die meinen, musikalisch sei das im Vergleich zu Bryan Adams eine Steigerung. Kissingens Oberbürgermeister Kay Blankenburg ist einer dieser Menschen. Aus seiner Sicht geht in der Rockmusik über Knopfler nicht mehr allzu viel. Bruce Springsteen, gewiss. Und natürlich Bob Dylan.

Gut 10 000 kamen im vergangenen Juni, um Bryan Adams in Bad Kissingen unter freiem Himmel zu hören. Für Mark Knopflers Auftritt im nächsten Jahr geht Argo-Geschäftsführer Peter Pracht von einer ähnlichen Größenordnung aus.

Der Erfolg an der Kasse werde sicher auch ein wenig davon abhängen, wie das neue Album einschlage, sagte Pracht bei der Vorstellung des Kissinger Konzerts am Dienstag. „Tracker“ soll die neue Scheibe nach Angaben von Argo Konzerte heißen. Erscheinen werde sie Anfang nächsten Jahres.

Strategisch günstig gelegen

Die äußeren Bedingungen für einen erneuten Erfolg in der Kurstadt sind gut. Die Deutschland-Tournee des Kopfes der Rockband-Legende Dire Straits beginnt am 31. Mai in Salem und endet am 11. Juli in München. Bad Kissingen liegt auf der Tour-Karte strategisch günstig. In Bayern ist sonst nur die Landeshauptstadt dabei. Die nächstgelegenen Stationen sind Mainz und Mannheim. Kissingen ist einer von drei Open-Air-Spielorten auf der zwölf Termine umfassenden Tour.

Dass das gerne als Stadt der Alten apostrophierte Kissingen, das sonst eher mit klassischer Musik auf sich aufmerksam macht, auf dem Weg zur regelmäßigen Spielstätte für die Freunde der gepflegten Rockmusik ist, hat in der Tat mit dem Bryan-Adams-Konzert zu tun. Das sollte zunächst in Schweinfurt stattfinden. Weil sich Argo wegen logistischer Fragen dort aber offenbar nicht hundertprozentig wohlfühlte, wechselte der Veranstalter kurzfristig nach Bad Kissingen. Die Kurstadt hatte am Tag des Ereignisses mit der Offroad-Messe Abenteuer Allrad, dem Klassik-Festival Kissinger Sommer und der eigenen Zelttheaterwoche zwar alle Hände voll zu tun, bewältigte die organisatorische Herausforderung aber zur allgemeinen Zufriedenheit. Das überzeugte. Seither hofft der Oberbürgermeister, dass er vielleicht irgendwann doch noch unweit der eigenen Haustür live Bob Dylan hören kann.

Auf jeden Fall aber wächst seine Hoffnung, dass die Gastgeberrolle der Stadt für Konzerte von Weltstars der Rockmusik keine „Zweitagsfliege“ bleibt. Dass solche Ereignisse deutlich jüngeres Publikum anziehen, als es Bad Kissingen gewöhnt ist, freut vom Standpunkt des Marketings auch Kurdirektor Frank Oette. Wer die Stadt zu den Klängen der Sultans of Swing oder von Money for Nothing kennenlernt, ist eher geneigt, bei einem späteren Besuch erneut Geld dazulassen.

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