MAINFRANKEN

Pack die Badehose ein . . .

Badeseen in Mainfranken: Endlich Sommer! Wer sehnt sich da nicht nach Abkühlung? Die bieten neben zahlreichen Freibädern die Seen von Kothen in der Rhön bis Erlabrunn vor den Toren Würzburgs. Mal mehr, mal weniger opulent ausgestattet, laden die Anlagen zum Planschen und Sonnen direkt in der Natur. Die Wasserqualität ist überall ausgezeichnet.

Die Flüsse in der Region werden zum Baden immer beliebter, die Ufer werden mancherorts zum Naherholungsgebiet. Während an den kleineren Fließgewässern wie Saale und Sinn im Zweifel Badeverbotsschilder aufgestellt werden, gilt für den Main als Bundeswasserstraße ein umfangreiches Regelwerk. Einfach reinhüpfen und losschwimmen ist nicht. Wer im Main baden will, nimmt am besten einen Zollstock mit, denn es gelten jede Menge Abstandsregeln:

 

• 100 Meter flussauf- und flussabwärts von Schleusenanlagen, Hafeneinfahrten und Brücken darf gar nicht geschwommen werden, 50 Meter flussauf- und flussabwärts von Sperrtoren, Schiffsliegeplätzen, Anlegestellen, Schiffswerften und Fähranlagen darf man ebenfalls nicht ins Wasser.

• Kommt ein Schiff, muss man mindestens 300 Meter davor schwimmen und mindestens 30 Meter seitlich entfernt. Da der Main in der Region an manchen Stellen nur 60 Meter breit oder noch schmäler ist, steigt man am besten ganz aus dem Wasser, wenn sich ein Schiff nähert.

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Sicheres Baden im Fluss

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• Außerdem ist es verboten, sich weiter als zehn Meter vom Ufer zu entfernen, wenn man sich in einem Flussabschnitt befindet, in dem Wasserski erlaubt ist. Diese Abschnitte sind in Mainfranken: zwischen Trennfeld und Marktheidenfeld, unterhalb von Neustadt am Main bei Lohr, auf der Höhe von Rodenbach, unterhalb von Gemünden, zwischen Karlburg und der Staustufe Harrbach, an der Straßenbrücke in Zellingen (alle Lkr. Main-Spessart), in Randersacker, oberhalb der Staustufe in Goßmannsdorf (alle Lkr. Würzburg), zwischen Segnitz und Marktsteft, zwischen Mainstockheim und Kitzingen, auf der Höhe der Brücke in Schwarzenau, an der Straßen- und Eisenbahnbrücke in Volkach, zwischen Obereisenheim und Fahr (alle Lkr. Kitzingen).

Grillen

Wenn's ums gemütliche Würstchenbraten geht, kann jede Kommune ihre eigenen Regeln aufstellen. Einige Beispiele:

• In Würzburg gibt es drei ausgewiesene Grillplätze, am Graf-Luckner-Weiher („Grillplatz Feggrube“), unter der Konrad-Adenauer-Brücke und auf der Zellerauer Seite an der Mainwiese am Ende der Mainaustraße.

• In Schweinfurt gibt es keine öffentlichen Grillplätze, auch ansonsten ist das Grillen verboten.

• In Karlstadt (Lkr. Main-Spessart) ist die Stadtverwaltung kulanter: „Es ist grundsätzlich erlaubt, bei uns am Main zu grillen. Allerdings möchten wir, dass die Leute uns vorher Bescheid geben. Wir melden das dann an Polizei und Feuerwehr, damit die auch Bescheid wissen, wenn beispielsweise Spaziergänger Rauch melden, den sie nicht zuordnen können“, sagt Bernhard Köhler vom Ordnungsamt.

• Auch in Kitzingen ist das Grillen am Mainufer grundsätzlich erlaubt. Georg Schwarz vom Ordnungsamt appelliert aber an die Bürger, nichts kaputt zu machen und vorsichtig zu sein.

• Die Verwaltungsgemeinschaft Eibelstadt (Lkr. Würzburg) verbietet das Grillen an den Mainufern in Eibelstadt, Winterhausen, Sommerhausen und Frickenhausen komplett. Auch spezielle Grillplätze gibt es nicht.

Da jede Kommune ihre eigenen Regeln beim Thema Grillen hat, lohnt es sich im Zweifel bei der Stadt oder der Gemeinde nachzufragen.

Alkohol

Es gibt Uferbereiche am Main, an denen nichts Alkoholisches getrunken werden darf, nämlich in Würzburg an der Leonhard-Frank-Promenade (Zellerauer Seite, zwischen Mainbrücke und Friedensbrücke). Hier kam es vor dem Verbot immer wieder zu „Saufgelagen“. Deswegen darf, wer dort am Main sitzen will, nicht einmal Alkohol dabei haben. Auch Musik darf nicht gespielt werden, wenn dadurch andere Besucher gestört werden könnten.

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