GEMÜNDEN-LANGENPROZELTEN

Pater Eckart Höfling starb 77-jährig

Inmitten seiner Schüler: Pater Eckart Höfling, Gründer der Hafenschule von Rio, starb 77-jährig. Foto: G. Reinwarth

Der aus dem Gemündener Ortsteil Langenprozelten (Lkr. Main-Spessart) stammende Franziskanerpater Eckart Höfling ist am Samstagmorgen nach langer schwerer Krankheit in einer Frankfurter Klinik gestorben. Höfling (77) war Jahrzehnte lang als Missionar in Brasilien tätig.

In Brasilien leitete Höfling zunächst mehrere Pfarrstellen, bevor er mit der Leitung des Sozialwerks des Franziskaner-Drittordens in Rio betraut wurde. Zu diesem Sozialwerk gehören ein Ordenskrankenhaus sowie Kindergärten und Sozialstationen in den Elendsvierteln von Rio und seinem Umland. Besonders am Herzen lag Pater Eckart die von ihm gegründete Hafenschule mit Gymnasium.

Der Ordensmann, der vor zwei Jahren aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand trat, ermöglichte vielen Tausend Kindern aus sozialschwachen Familien eine kostenlose schulische Bildung. Eckart Höfling wollte „seinen Kindern“ einen Weg aus der Armut aufzeigen und ihnen ein „Stückchen heile Welt“ vermitteln. Unterstützung fand er dabei von zahlreichen Wohltätern in Deutschland. Vor allem der 1996 in Lohr gegründete „Freundeskreis Pater Eckart“ und das Kindermissionswerk griffen dem Ordensmann mit beachtlichen Geld- und Sachspenden unter die Arme. Auch die Lohrer Rexroth-Stiftung und der Rotary-Club Lohr Marktheidenfeld halfen dem Gottesmann. Höfling war 1966 zum Priester geweiht worden. Sein missionarisches Wirken fand viel Anerkennung. Bundespräsident Horst Köhler zeichnete ihn mit dem Bundesverdienstkreuz aus, Außenminister Frank-Walter Steinmeier verlieh ihm die „Quadriga“, eine Auszeichnung für besondere Verdienste um Völkerverständigung und Volksbildung.

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