MÜNCHEN/LICHTENFELS

„Pro Bahn“ ist für Schienennetz-Ausbau

Zur Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) hat der Fahrgastverband „Pro Bahn“ eigene Vorschläge unterbreitet und an Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil (FDP) geschickt. „Wir würden uns freuen, wenn die Anmeldungen zum BVWP den immer wieder verkündeten Willen für einen verstärkten Ausbau der Schiene widerspiegeln würden,“ so der bayerische „Pro Bahn“-Vorsitzende Matthias Wiegner.

Konkret fordert der Fahrgastverband eine groß angelegte Initiative zur Elektrifizierung des gesamten bayerischen Schienennetzes bis 2025. Das Ziel, Ressourcen zu sparen und dem Klimawandel entgegenzuwirken, könne so auf wirksame Weise unterstützt werden. Vor allen im Gebiet östlich einer Linie Lichtenfels/Nürnberg/Regensburg/Passau und im Allgäu sind bisher nur kleine Teilstücke elektrifiziert, kritisiert „Pro Bahn“.

Weiterhin fordert der Fahrgastverband die Umsetzung zahlreicher, schnell zu realisierender Maßnahmen, die eine hohe Pünktlichkeit und die Sicherung von Umsteigeverbindungen garantieren können. „Vor allem denken wir hier an zweigleisige Abschnitte und wieder mehr Bahnhöfe, an denen sich Züge auf eingleisigen Strecken begegnen können“, so Wiegner.

„Pro Bahn“ erwähnt als Beispiel den Bau von Überholgleisen beziehungsweise dreigleisigen Abschnitten auf der Strecke Würzburg-Nürnberg. Damit könne die Betriebsstabilität auf dieser Strecke deutlich gesteigert werden, ferner könne dann „endlich auch eine S-Bahn zwischen Nürnberg und Neustadt (Aisch) eingeführt werden“.

Durch Zweigleisigkeit und Elektrifizierung der Achse Aschaffenburg-Miltenberg will „Pro Bahn“ ein leistungsfähiges Regionalverkehrssystem zwischen dem bayerischen Untermain und dem Ballungsraum Frankfurt geschaffen wissen. Der Bau von Überholgleisen beziehungsweisen von dreigleisigen Abschnitten auf der Strecke Würzburg-Nürnberg etwa, sowie auf der Strecke Aschaffenburg-Miltenberg.

Für sinnvoll hält „Pro Bahn“ auch den zweigleisigen Ausbau des Abschnitts Marktschorgast-Stammbach auf der Strecke Bamberg/Bayreuth-Hof in Oberfranken.

„Pro Bahn“ hat registriert, dass viele der vom bayerischen Wirtschaftsminister für den BVWP vorgeschlagenen Projekte Großprojekte sind, die Milliarden Euro kosten und deren Bau in der Regel mehr als ein Jahrzehnt dauert. Deshalb regt der Fahrgastverband an, dass mehr kleinere Maßnahmen zum BVWP angemeldet werden. Die würden nämlich zu einem deutlich zuverlässigeren Bahnverkehr führen und so einen besonders hohen Fahrgastnutzen stiften.

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