WÜRZBURG

Rockfans in der Zeitmaschine

Rock für lau: Vom 21. bis 24. Juni findet das 25. Umsonst & Draussen in Würzburg statt. Im Bild Leadsängerin Vivi von der Rockgruppe Aloha from Hell bei ihrem Auftritt 2009. Foto: ArchivDaniel Biscan

Wer hätte vor 25 Jahren geglaubt, dass die Erfolgsgeschichte des Umsonst & Draussen-Festivals so lange fortgeschrieben wird und immer weitergeht. Aus dem eher kleinen Rahmen auf der Bastion hinter dem Kulturcafé Cairo in der Burkarderstraße wurde ein Musik-Ereignis auf den Mainwiesen, das jährlich bis zu 100 000 Fans anlockt. In diesem Jahr, 21. bis 24. Juni, dürfen sich die Besucher wieder auf vier Tage voller Kunst, Kultur und vor allem mit vielen Bands freuen. Und immer noch wird das Festival seinem Namen gerecht: Es ist absolut eintrittsfrei.

Natürlich hoffen die ehrenamtlichen Helfer des Vereins um Festival-Papa Ralf Duggen, dass die Musikfans auf den Gelände ordentlich essen und trinken und beim Bummeln an den Ständen einkaufen, denn diese Einnahmen und die Sponsorleistungen garantieren den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Und der Rahmen kann sich sehen lassen: Auf fünf Bühnen spielen 90 Bands, die aus ganz Europa kommen und eine breite Musikmischung anbieten. Dazu gibt es ein großes Rahmenprogramm mit Ausstellungen, Kinderprogramm, Gospelmesse, Gedichte, Luftgitarrenwettbewerb, Kabarett und Ständen von Initiativen aus dem sozialen Bereich.

Die Lieblinge der Organisatoren

Zwei der Organisatoren stellen ihre persönlichen Lieblingsbands vor: Duggen favorisiert den deutschen Folkrocker Max Prosa (Freitag, 22.55 Uhr) und Sängerin Cäthe (Samstag, 19.30 Uhr), die mal Chansons, mal Pop und mal lautstarken Rock abliefert. Tilman Hampl steht auf „Hell Songs“ (Samstag, 22.45 Uhr) aus Göteborg, die vormachen, wie Metal-Klänge auch in der Nacht ruhig klingen können und „Retro Stefson“ (Samstag, 20.55 Uhr) aus Island, die beweisen, dass Disco, House und Weltmusik extrem tanzbare Musikstile sind. Auf einen Headliner müssen die Macher kurzfristig verzichten: Die schwedische Band „Straight Frank“ (Freitag, 21,35 Uhr) musste absagen, ihr Sänger ist erkrankt. Doch es ist nordischer Ersatz in Sicht, versprechen Duggen und Hampl.

Es wird ein Wiedersehen mit regionalen Bands geben für die Musikfans, die in den 70er und 80er Jahren unterwegs waren. Im Rahmen der Ausstellung „Popmusik in Würzburg von 1950 bis heute“ stehen Bands wie „Four Wheel Drive“, „Steve Roscoe Band“ oder „Don't Eat Yellow Snow“ in Originalbesetzung auf der Festival-Bühne. „Wir brauchten nicht lange zu betteln“, schmunzelt Duggen rückblickend. „Die Zusagen kamen postwendend.“ Am Sonntag wird am Nachmittag und Abend ein Hauch von Nostalgie über den Mainwiesen schweben, wenn die Mainfranken in ihren Rock-Erinnerungen schwelgen.

Musik auf Hampls Sofa

Für die Musiker haben die Veranstalter eine eigene Messe ins Leben gerufen. Am Samstag zwischen 13 und 17 Uhr präsentieren Musikgeschäfte ihre Angebote und Veranstalter stellen sich vor. „Ein echtes Treffen für die Branche“, meint Duggen. Eine gute Gelegenheit, Bands vor ihren Auftritten kennenzulernen, bietet Hampls Sofa an allen Tagen. Im „&-Zelt“ redet der Würzburger mit den Musikern, stellt sie vor und lässt auch mal Gitarren oder Sänger erklingen.

Im Übrigen gilt: In großen Mengen liegen die Programmhefte in Würzburg aus mit vielen wichtigen Informationen. Im Anschluss an das Festivalgelände können Besucher alle vier Tage für fünf Euro zelten. Die beste Möglichkeit, zum Gelände zu kommen, ist natürlich die Straßenbahn zur Talavera oder das Rad, für das es großzügige Abstellflächen gibt. Parken kann man auf dem Talavera Großparkplatz. Und eines gilt an allen vier Tagen: Das Mitbringen von Speisen und Getränken auf den Platz erlaubt der Verein nicht.

Zu diesen Zeiten ist etwas los: Donnerstag und Freitag von 18 bis nach 24 Uhr; Samstag von 13 bis nach 24 Uhr und Sonntag von 11 bis 22.30 Uhr.

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