REGION WÜRZBURG

Schaden geht in die Millionen

Der Kormoran, ein etwa gänsegroßer, überwiegend schwarzer Vogel, zieht im Winter aus seinen nördlichen Brutgebieten in wärmere Gefilde und bevorzugt die Gewässer im klimabegünstigten Unterfranken als gedeckten Tisch.
Etwa 3000 Kormorane halten sich von September bis März am Main, seinen Zuflüssen und den unterfränkischen Teichen auf - so viele wie nirgendwo sonst in Bayern, informiert Fischereifachberater Dr. Peter Wondrak unter Berufung auf Zählungen von Fischereiverbänden und Ornithologen.
 
Pro Tag verspeist der gefiederte Räuber etwa 500 Gramm Fisch. Bei seinen Tauchgängen in bis zu 30 Meter Tiefe bevorzugt er Jungfische bis zur Größe von einem Pfund. Wondraks Hochrechnung: Bei 3000 Kormoranen und 200 Tagen Aufenthaltsdauer landen pro Jahr 3000 Tonnen Fisch in den Mägen der Kormorane.

Für Mainfischerei und Teichwirte bedeutet das einen wirtschaftlichen Schaden von etwa zwei Millionen Mark. Die Verluste durch Verletzungen, die der Vogel den Fischen mit seinem langen Hakenschnabel beibringt, nicht mitgerechnet.

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