WÜRZBURG

Schmerzhafte Erinnerung an Todeszüge

Hauptbahnhof, Gleis 8. Auf dem Bahnsteig haben Jugendliche noch gescherzt und gelacht, jetzt stehen sie nachdenklich still vor den Dokumenten im „Zug der Erinnerung“. Eine Erinnerung, die schmerzt.
Schüler der Johannes-Foersch-Schule Würzburg waren unter den ersten Besuchern im „Zug der Erinnerung“. Foto: FOTO Theresa Müller
Die Deportation von über einer Million – meist jüdischer – Kinder und Jugendlichen mit der Reichsbahn in die Vernichtungslager der Nationalsozialisten ist das Thema. Der „Zug der Erinnerung“ – er rollt seit November 2007 durch Deutschland – zeigt beklemmende Biografien. Wie die von Hertha Aussen, die 1943 einen letzten Gruß an „Mein liebes Nettchen“ schrieb und aus dem Zug warf. „Wir sitzen hier mit 40 Menschen und Gepäck und es ist sehr stickig in den Viehwaggons. Wir sind voll guter Hoffnung . . . “. Oder die von Toska Feuchtbaum, die 1935 in Wien geboren wurde. Ein großformatiges Foto zeigt das Kind ...
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