WIESENTHEID

Schönborn lässt VDP-Mitgliedschaft ruhen

Die Entdeckung unzulässig vermischter Weine in Unterfranken und dem Rheingau hat weitere Folgen für den Besitzer beider Weingüter: Inhaber Paul Graf von Schönborn hat beantragt, seine Mitgliedschaft im Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) ruhen zu lassen.

Schönborn ist Mitbegründer des renommierten Verbandes (Slogan: „Erste Lage, beste Weine“). Zeichen des Verbandes ist der Traubenadler, den die VDP-Mitglieder als Gütesiegel ihrer Weine verstehen: „Mit ihm und dem Namen des Winzers auf jeder Flasche bürgen sie für erlesenen Weingenuss“, betont der Verband stolz. Man sei „entsetzt über das nun bekannte Ausmaß der weinrechtlichen Vergehen“, betonte Präsident Steffen Christmann am Dienstag. „Aufgrund der Schwere der inzwischen eingeräumten Vorwürfe im Rheingau und der Ausweitung der Ermittlungen auf das Weingut in Franken war dieser Schritt unvermeidlich.“

Schönborn hatte die Prüfnummern für 22 hessische und drei unterfränkische Weine zurückgegeben. Der Verband hat seine Tonart jetzt verschärft: Nicht mehr „falls“, sondern „sobald in diesem Verfahren rechtskräftig ein Urteil zuungunsten des Weingutes ergeht, wird der Vorstand umgehend die erforderlichen Konsequenzen beschließen“, betonte man am Dienstag. Paul Graf von Schönborn will sich am Mittwoch auf seinem Weingut Hallburg bei Volkach zu den Vorfällen äußern.

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