NÜRNBERG

Simon Marius ins Bild gerückt

Der Astronom und Mathematiker Simon Marius (1573-1624) und sein Werk standen 2014 im Mittelpunkt eines Jubiläumsjahres. Über 60 Vorträge und Ausstellungen rückten den markgräflichen Hofastronomen im In- und Ausland ins rechte Bild und über 200 Beiträge erschienen in Zeitungen, Zeitschriften und anderen Medien, berichtet die Nürnberger Simon-Marius-Gesellschaft. Anlass war die Veröffentlichung des Hauptwerks von Simon Marius – Mundus Iovialis (Die Jupiterwelt) – vor 400 Jahren.

Als „höchst erfreulich“ wertete die Simon-Marius-Gesellschaft die Benennung eines Kleinplaneten durch die Internationale Astronomische Union. Der Asteroid „(7984) Marius“ ist etwa zehn Kilometer groß und befindet sich im sogenannten Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter. In 4,27 Jahren kreist er einmal um die Sonne und ist dabei 7,57 Kilometer pro Sekunde schnell. Abschließender Höhepunkt des Jubiläumsjahres war die Tagung „Simon Marius und seine Zeit“, die seine Forschungsergebnisse in den Fokus stellte.

Galileo Galilei hatte den markgräflichen Hofastronomen noch als Plagiator beschuldigt, Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Simon Marius rehabilitiert und im Jahr 2014 wurde er besonders in Süddeutschland, aber auch im Moskauer Kosmonautenmuseum und den USA gewürdigt. Galilei und Marius hatten im Januar 1610 die vier großen Jupitermonde entdeckt, doch Marius veröffentlichte seine Ergebnisse erst vier Jahre nach seinem italienischen Kollegen. Heute weiß man, dass Marius im frühen 17. Jahrhundert ein Astronom auf europäischem Topniveau war, seine Erkenntnisse lieferten Argumente für das heliozentrische Weltbild.

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