MICHELRIETH

UL-Anwalt Sailer hängt die Robe an den Nagel

„Nach 50 Jahren Anwaltstätigkeit ist es Zeit aufzuhören.“ Mit dürren Worten auf der Homepage seiner Kanzlei verkündet der über die Region hinaus bekannte Jurist Dr. Christian Sailer (79), dass die schwarze Robe nun am Nagel hängen bleibt.

Jahrzehntelang hatte Sailer dem Universellen Leben (UL) als Sprecher und Rechtsanwalt gedient, jener vor allem in unterfränkischen Landen aktiven Gemeinschaft mit „Prophetin“ Gabriele Wittek (81) an der Spitze, in der Kritiker eine gefährliche Psychosekte sehen.

Sailer machte mit Anzeigen und Prozessen gegen Papst und Bischöfe, Journalisten und Kritiker des UL von sich reden. So gesehen war er viele Jahren das Gesicht des UL. Gefürchtet war seine scharfe Rhetorik, die bisweilen die Grenze zur Polemik überschritt.

Neben seiner Tätigkeit als Rechtsberater und Prozessvertreter des UL und der in ihm entstandenen Betriebe wirkte Sailer an religiösen Veranstaltungen und Fernsehsendungen mit und machte sich bei den Christusfreunden vom UL als Buchautor einen Namen. Nach dem Ausscheiden aus dem UL wurde sein bevorzugtes Betätigungsfeld die Rechtsvertretung von Missbrauchsopfern von Staat und Kirche.

Nun soll Christan Sailer zusammen mit anderen ehemaligen Christusfreunden einen Gebetskreis gegründet haben, berichten gut informierte Kreise.

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