Urban Gardening : Die Gärten kehren in die Stadt zurück: Bewährte Klassiker und neue Sorten: Selbstversorgung auf kleinstem Raum: Was jetzt bei Tomaten zu tun ist

Urban Gardening

Urbaner Gartenbau wird betrieben, seit es Städte gibt. Doch seit einigen Jahren erlebt das gemeinschaftliche Gärtnern mitten in der Stadt einen Boom. Der größte Unterschied zu den traditionellen Kleingärten liegt darin, dass die meist jungen Gärtner sich nicht in ein privates Refugium zurückziehen, sondern bewusst „eine andere Stadt pflanzen“ wollen. Brachflächen, Parkgaragendächer und andere vernachlässigte Orte werden in eigener Regie in grüne, lebensfreundliche Umgebungen verwandelt. Urbane Gärten sind offene Orte, alle sollen Zugang haben und erfahren können, woher die Lebensmittel kommen und was biologische Vielfalt bedeutet. „Wir beobachten eine neue Hinwendung zum Selbermachen und auch zur Natur in der Stadt“, erklärt Christa Müller, Herausgeberin des Buches Urban Gardening. Was Städtern im Umgang mit Pflanzen so gut tut, ist die Begegnung mit der lebendigen Natur.

Christa Müller (Hrsg.), Urban Gardening, Oekom-Verlag 2011, 19,95 Euro

Im Namen der Rose

„Einen langen Gartensommer voller Blüten, Farbe und Duft – diese Freude schenkt uns eine gesunde, moderne Rose!“ Klaus Körber von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim weiß, wovon er spricht. Seit vielen Jahren testen er und seine Mitarbeiter Neuzüchtungen im Rahmen der Allgemeinen Deutschen Rosenneuheitenprüfung (ADR) und verzichten dabei auf den Einsatz von Fungiziden. Doch wenn ein Freizeitgärtner vor dem Riesenangebot in Gärtnereien steht, fällt es oft schwer, die richtige Wahl zu treffen. Körber aktualisiert deshalb regelmäßig auf der Homepage der LWG seine Listen mit den modernen Rosen, die sich im Hausgarten bewährt haben. Mehr als 60 Sorten stehen derzeit darauf. Viele Schönheiten von Körbers Rosen-Liste blühen auch auf dem Gelände der LWG in Veitshöchheim. Vor allem im Versuchsgelände Stutel vor den Toren der Gemeinde Thüngersheim gibt es Rosenschauflächen. Die LWG-Rosen-Bestenliste im Internet: lwg.bayern.de/gartenbau/baumschulen

Gemüse, Obst und Kräuter

Frisch Geerntetes aus eigenem Anbau ist nicht nur gesünder als der Einkauf aus dem Supermarkt, schon das Gärtnern an sich macht viel mehr Spaß. Und, was heißt hier: zu kleiner Garten, Mini-Balkon? Esther Herr beweist, dass es trotzdem funktioniert: in dem Ratgeber „Selbstversorgung auf kleinstem Raum“. Die Autorin zeigt nicht nur, wie man jede noch so kleine Ecke für Salat & Co nutzen kann, sondern auch, wie einfach Gärtnern im Grunde ist. Ob man einfach ein paar Kästen und Töpfe auf den Balkon, in den Hof oder vor die Tür stellt, einen Erdsack oder eine stabile Recycling-Tragetasche bepflanzt oder aber mit einem „Vertical Garden“ hoch hinausgeht – die Autorin liefert zahlreiche Ideen, die sofort Lust aufs Ausprobieren machen. Aussäen oder einpflanzen, angießen und düngen. Schon geht's los: Ob Kohlköpfe, Möhren, scharfe Chili oder süße Früchtchen: Es gibt für jeden Geschmack das passende Gewächs und eine platzsparende Lösung.

Esther Herr, Selbstversorgung auf kleinstem Raum, Reihe: GU Garten Extra, 2014, 14,99 Euro

Ausgeizen

Einmal pro Woche werden Seitentriebe von Tomatenpflanzen weggebrochen. Das nennt der Profi Ausgeizen. Sonst verschwendet die Pflanze zu viel Energie für ihr Wachstum, statt es in die Bildung der Früchte zu stecken. Die nachwachsenden Seitentriebe sollten daher maximal zehn Zentimeter lang werden, erläutert die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Am besten werden die Triebe morgens weggebrochen. Hobbygärtner sollten sich vor dem Ausgeizen die Hände eincremen, damit der Farbstoff der Pflanzen nicht an der Haut haften bleibt. Oder sie benutzen Handschuhe. Gärten auf beiden Seiten Zusammengestellt von

Dorothee Pfaffel und Stephanie Utz

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