Wildes Würzburg

Gegensätze: Die Würzburger sind nur scheinbar kreuzbrave Leute. Die Stadt hat große Krawallmacher hervorgebracht, im Guten wie im Bösen. Ein Blick auf die letzten 130 Jahre.
Anziehungspunkt für Flaneure: 1990 verbannte Oberbürgermeister Jürgen Weber die Autos von der Alten Mainbrücke. Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein wurde der Verkehr auf der Brücke über mächtige Tore am Brückenauf- und -abgang reguliert. Foto: Foto: Thomas Obermeier
Am 20. März 1880 kündigt das „Würzburger Glöckli“, ein für seine Krawalllust ebenso beliebtes wie verabscheutes Blatt, einen Neubürger an: Jens Person Lindahl heißt er, ein Schwede ist er und Gartenbau-Ingenieur von Beruf. Lindahl, 37 Jahre alt, soll sich um den Grüngürtel kümmern, der sich um die Altstadt zieht. Das „Glöckli“ macht, sicher in boshafter Absicht, einen „Jean Lintal“ aus ihm und fragt an, „ob es denn wirklich unmöglich war, einen Würzburger zu finden, der das Amt eines Stadtgärtners mit Geschick und Umsicht gewartet hätte“. Jahrhundertelang leben ...
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