WÜRZBURG

Würzburg kauft Leighton-Areal

Zukunftsstadtteil Hubland: Auf dem Gelände der einstigen US-Kaserne Leighton Barracks möchte Würzburg sich in den nächsten 15 bis 20 Jahren entwickeln. Links oben: die Gebäude der Universität auf dem Hubland.
Zukunftsstadtteil Hubland: Auf dem Gelände der einstigen US-Kaserne Leighton Barracks möchte Würzburg sich in den nächsten 15 bis 20 Jahren entwickeln. Links oben: die Gebäude der Universität auf dem Hubland. Foto: Norbert Schwarzott

Die Nachricht vom Freitag war keine Überraschung: Die Stadt Würzburg hat die verbleibenden 95 Hektar der ehemaligen US-Kaserne Leighton Barracks im Würzburger Stadtteil Frauenland gekauft. Grundstückserwerb und Erschließung sollen nach einer Übersicht der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Stadtbau rund 130 Millionen Euro betragen, teilte die Stadt Würzburg mit.

Der Freistaat hatte aus den Leighton Barracks bereits 39 Hektar für die Universität gekauft, die schon seit Mai 2011 genutzt werden. Die Rede ist von über 20 Millionen Euro, die für dieses Gelände bezahlt worden sind.

Den Kaufvertrag für das Gelände am östlichen Stadtrand haben Würzburgs Oberbürgermeister Georg Rosenthal und Vorstandsmitglied Axel Kunze von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) jetzt notariell beurkundet. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Würzburger Stadtrat dem Vertragsentwurf zum Kauf der Konversionsfläche einstimmig zugestimmt. Jetzt müssen nach der Sommerpause noch der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages sowie der Bundesrat dem Vertragsabschluss zustimmen.

„Dies ist ein Meilenstein für Würzburg, auf den wir lange hingearbeitet haben“, freute sich OB Rosenthal bei der Unterzeichnung. Immerhin bekommt die beengt im Talkessel liegende Stadt so eine bedeutende Fläche für die Weiterentwicklung in den kommenden 15 bis 20 Jahren.

Erst 2009 war die Fläche von der US Army an die Bundesrepublik zurückgegeben worden. Jetzt – nur drei Jahre später – steht die Stadt vor dem Ankauf des gesamten Geländes, auf dem neben Wohnungen und Gewerbe auch die Landesgartenschau des Jahres 2018 entstehen soll.

„Wir haben in Zusammenarbeit mit der Bima in kürzester Zeit aus dieser Konversionsfläche heraus die Grundlagen für einen komplett neuen Stadtteil geschaffen“, so Rosenthal. Auch Bima-Vorstandsmitglied Axel Kunze begrüßte diesen Schritt: „Ich freue mich, dass wir hier so schnell zu einem guten Ergebnis für alle Beteiligten gekommen sind.“ Der endgültig abgestimmte Vertragsentwurf ist das Ergebnis von seit fast zwei Jahren intensiv geführten Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

Seit mehreren Monaten schon waren die Verantwortlichen im Würzburger Rathaus zuversichtlich, dass man sich mit der Bima einigen werde. Zuletzt wurde noch ein Altlasten-Gutachten in Auftrag gegeben.

Bei der Finanzierung des Projekts hatte die Stadt eine Lösung gefunden. Die städtischen Tochterunternehmen Stadtbau und Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH sollten beim Ankauf mit einsteigen. Mindestens die Hälfte der Flächen soll auf den freien Markt gehen. Es gebe bereits Listen von Bewerbern, so Stadtkämmerer Christian Schuchardt. Er spricht von einer „schwarzen Null“, die die Stadt unter den Strich der Gesamtrechnung für das Entwicklungsgebiet gemacht hat.

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