Dem Bürger zu viel versprochen: Zur Person

Ochsenfurt/Passau Die Front der Mobilfunkgegner beim Volksbegehren bröckelt. Volker Hartenstein, ehemaliger Landtagsabgeordneter und profilierter Mobilfunk-Kritiker aus Ochsenfurt, versagt den Organisatoren die Unterstützung. Seiner Ansicht nach werden die Bürger über die Folgen ihrer Unterschrift getäuscht. Ein erfolgreicher Volksentscheid verspreche keine Reduzierung der Strahlenbelastung durch Mobilfunk.
Volker Hartenstein       -  Volker Hartenstein
Foto: FOTO MP | Volker Hartenstein

Der Mobilfunk sei "keine Angelegenheit der bayerischen Bauordnung, sondern Sache des Bundes", sagte Hartenstein auf Anfrage dieser Zeitung. Die Mittel, die eine Gemeinde zur Minimierung der Strahlenbelastung im Rahmen ihrer Möglichkeiten brauche, existierten bereits jetzt. Der Bürger werde getäuscht, wenn man ihm eine geringere Belastung verspreche. So seien die von den Organisatoren des Volksbegehrens beworbenen "Tabu-Zonen" für Mobilfunk bei gleichzeitiger Ausweisung von Ausgleichsflächen schon heute durch Überarbeitung der Bebauungs- oder Flächennutzungspläne möglich.

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