Millionenschaden bei der WVV: Haftet niemand für das Swap-Desaster?

Wer haftet für den Millionenschaden, der der Würzburger Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (WVV) und damit der Stadt durch Zinsspekulationen entstanden ist? Erste Kommentare nach dem Urteil des Oberlandesgerichts Bamberg (OLG) lassen vermuten, dass der Bürger der Dumme ist. Mit Vorgeschichte zum Swap-Desaster.
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Durch Spread-Ladder-Swaps entstanden der Stadtwerke AG und der Heizkraftwerk GmbH, Töchter der WVV, 2005 Verluste von 4,1 Millionen Euro. Nach dem OLG-Urteil bekommen sie vom Anbieter der Swaps, der Deutschen Bank, keinen Cent zurück. Denn die Verantwortlichen der WVV gingen die Risiken sehenden Auges ein. Würzburgs Oberbürgermeister Georg Rosenthal hält nichts von „voreiligen“ Schuldzuweisungen an die damaligen WVV-Geschäftsführer und den Aufsichtsrat. Die juristischen Hürden für Schadensersatzforderungen nennt er „extrem hoch“. Das verwundert, denn in den Urteilsgründen heißt es, dass die maßgeblichen ...

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