Neonazi Wiese zu einem Jahr und neun Monaten Haft verurteilt

Der einschlägig vorbestrafte Neonazi Martin Wiese muss erneut ins Gefängnis. Der 36-Jährige ist am Mittwoch unter anderem wegen Volksverhetzung und Bedrohung vor dem Amtsgericht Gemünden zu einem Jahr und neun Monaten Haft verurteilt worden.
Neonazi Wiese wegen Volksverhetzung vor Gericht       -  Neonazi Martin Wiese wird am Mittwoch (09.05.2012) vor Verhandlungsbeginn im Amtsgericht in Gemünden am Main von Fotografen abgelichtet. Der einschlägig vorbestrafte Wiese muss sich unter anderem wegen Volksverhetzung und Bedrohung vor Gericht verantworten.
Foto: David Ebener (dpa) | Neonazi Martin Wiese wird am Mittwoch (09.05.2012) vor Verhandlungsbeginn im Amtsgericht in Gemünden am Main von Fotografen abgelichtet. Der einschlägig vorbestrafte Wiese muss sich unter anderem wegen Volksverhetzung und Bedrohung vor Gericht verantworten.

Wiese hatte im Sommer 2011 auf einer Kundgebung in Unterfranken mehrere Journalisten massiv bedroht und ihnen das Todesurteil durch einen „Volksgerichtshof“ angekündigt. Wiese selbst stritt die Vorwürfe ab. „Das habe ich so nicht gesagt“, sagte er vor dem Gericht. Eine Videoaufnahme bewies jedoch das Gegenteil. Der Prozess wurde von einem großen Medieninteresse und verstärkten Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Vor dem Gericht sagten zwei Polizisten und vier Journalisten aus, die entweder bei der Kundgebung anwesend waren oder deswegen ermittelt hatten. Ausführlicher Vorbericht zum ...

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