WÜRZBURG

Protest seit 75 Tagen

Seit 75 Tagen demonstrieren Iraner in der Würzburger Innenstadt für ihre Anerkennung als politische Flüchtlinge. Drei der ursprünglich zehn Protestierer haben das Info-Zelt am Dominikanerplatz mittlerweile verlassen, ihr Sprecher Hassan „Massoud“ Hosseinzadeh befindet sich im Krankenhaus.

Auf Nachfrage bekräftigte Hos-seinzadeh die Absicht, den Protest fortzusetzen, bis allen zehn Iranern ein sicherer Aufenthalt in Deutschland garantiert ist. Bislang ist dies in sechs Fällen der Fall.

In einem offenen Brief an das für Asylverfahren zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) fordern die Männer nun eine Neubearbeitung der vier momentan vor Verwaltungsgerichten liegenden Anträge. Außerdem hätten sie bislang keine Antworten auf ihre allgemeine Forderung zur Verbesserung der Asylpraxis erhalten. Unter anderem hatten die Iraner eine Petition beim bayerischen Landrat eingereicht.

Wenn man bis kommenden Montag keine positive Antwort von den zuständigen Behörden erhalte, werde man den „friedlichen Kampf“ mit „neuen Strategien und neuer Härte bis zum Ende fortsetzen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Iraner.

Wie diese „neue Härte“ aussehen könnte, dazu wollte sich Hosseinzadeh aktuell nicht äußern. Wie mehrfach berichtet, sind die Iraner bereits zweimal für insgesamt 26 Tage in Hungerstreik getreten.

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