Rinder statt Schweine

Der jüdische Friedhof bei Willmars: Die Anlage ist mit 5000 Quadratmetern und über 1400 Gräbern die zweitgrößte in Unterfranken.. Friedrich
Foto: H | Der jüdische Friedhof bei Willmars: Die Anlage ist mit 5000 Quadratmetern und über 1400 Gräbern die zweitgrößte in Unterfranken.. Friedrich

Der gordische Knoten scheint durchschlagen. Im schlagzeilenträchtigen Rechtsstreit um einen Schweinemaststall in der Nähe eines jüdischen Friedhofs im unterfränkischen Willmars ist entgegen der Redewendung vom „dicken Ende“ überraschend und auch unerwartet das Signal für ein friedliches Ende gekommen. Aus dem Mastbetrieb, der ursprünglich für 1500 Schweine, später reduziert auf 1000 Tiere ausgelegt war, könnte nun ein Betrieb mit Rinderhaltung entstehen. Mit dem Wechsel der Tierart – Rind statt Schwein, das bei Juden als unrein gilt – wäre der Weg frei für eine gütliche Einigung.

Archiv-Artikel
Der Inhalt ist älter als 14 Tage und steht Ihnen daher nur mit MP+-Zugang zur Verfügung