Walchenfeld

170 Jahre alte Linden im Friedhof von Walchenfeld werden zum Ärgernis

Wahrlich ortsbildprägend sind die alten Linden am Friedhof in Walchenfeld. Allerdings fallen immer wieder Äste ab, weshalb die Bürger besorgt sind. Eine Sorge, die sie im Rahmen einer Ortssprecherwahl an Bürgermeister Hubert Endres (links) und den neu gewählten Ortssprecher Wolfgang Hahn herantrugen.
Wahrlich ortsbildprägend sind die alten Linden am Friedhof in Walchenfeld. Allerdings fallen immer wieder Äste ab, weshalb die Bürger besorgt sind. Eine Sorge, die sie im Rahmen einer Ortssprecherwahl an Bürgermeister Hubert Endres (links) und den neu gewählten Ortssprecher Wolfgang Hahn herantrugen. Foto: Stefanie Brantner

Im Rahmen der vergangenen Ortssprecherwahl in Walchenfeld, einem Ortsteil von Bundorf, kamen Bürgermeister Hubert Endres und die Walchenfelder Bürger auch auf Umgestaltungsarbeiten am Friedhof zu sprechen und auf die zwei Linden, die hier den Eingang dominieren.

Generationen von Walchenfeldern durchschritten das Friedhofstor, beidseitig begrenzt von je einem Exemplar eines mythenumwobenen Baumes, um den sich Legenden ranken. Die Linde. Sie steht im Zeichen der Liebe und der Gerechtigkeit. Von daher ziert sie unzählige Dorfplätze und ist Thema in nicht wenigen Gedichten und Liedern.

Vor etwa 170 Jahren dürften die Linden, vom damaligen Totengräber, in Walchenfeld gepflanzt worden sein, so Robert Lauer, Fachreferent für Naturschutz und Landschaftspflege. Die Bäume wurden 1971, als Orts- und Landschaftsbild-prägende Baumgruppe, als Naturdenkmal ausgewiesen. Eine Entscheidung, die von der Unteren Naturschutzbehörde, dem Naturschutzbeirat und letztendlich dem Kreistag getroffen wurde.

Damit gehören sie zu 84 Bäumen im Landkreis, die unter der Obhut der Unteren Naturschutzbehörde stehen. Im Jahr 1995 wurde eine neue Kronensicherung (Gurtverankerung) eingebaut. Die letzte Baumpflege fand im Jahr 2009 statt. Hier wurden leichte Kronenteileinkürzungen vorgenommen.

Kontrolle zweimal im Jahr

Trotzdem gab es von Seiten der Bürger Kritik an der Behörde, bezüglich des Umfangs der Betreuung. Beziehungsweise waren wohl einige Bürger zunächst davon ausgegangen, dass die Gemeinde zuständig sei. Wie Bürgermeister Endres jedoch betonte falle dies nicht in die Zuständigkeit der Gemeinde. Er habe bereits mehrfach um eine in Augenscheinnahme der Bäume gebeten – bisher ohne Erfolg.

Es seien so viele morsche Äste schon runtergefallen, erzählten die Walchenfelder und das sei ja schließlich auch gefährlich. Wie oft die Bäume denn kontrolliert würden und wann dies letztmals der Fall gewesen sei, wollten sie wissen. Wie das Landratsamt mitteilte, werden die Linden zweimal im Jahr, einmal in der Vegetationszeit und einmal im unbelaubten Zustand, begutachtet.

Letztmals sei man am 24. Juli 2019 vor Ort gewesen. Seinerzeit waren, trotz der extremen Trockenphase im Sommer 2019, die Bäume in einem vergleichsweise vitalen Zustand, teilt das Landratsamt mit. Ob die herabfallenden morschen Äste ein Alarmsignal bezüglich der Gesundheit der Bäume darstelle, werde man bei der kommenden Besichtigung prüfen. Denn auch in diesem Jahr soll auf jeden Fall noch eine Kontrolle durchgeführt werden. Ein genaues Datum wurde aber nicht genannt.

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