Kirchlauter

37 Pager für die Feuerwehren Kirchlauter und Neubrunn

Die Umstellung von Analogfunk auf Digitalfunk im Bereich der Feuerwehren erfordert die Neuanschaffung von Funkmeldeempfängern. Der Gemeinderat von Kirchlauter beschloss, die Feuerwehren Kirchlauter und Neubrunn sowie die Löschgruppe Pettstadt mit 37 solchen „Pagern“ auszustatten zu einem Preis von 26 200 Euro.

Bürgermeister Karl-Heinz Kandler (SPD) informierte über das Sonderförderprogramm des Freistaates Bayern, der den Feuerwehren für die Beschaffung solcher Meldeempfänger einen Festbetrag von 550 Euro gewähre bei Kosten von circa 700 Euro pro Gerät. Der genaue Preis stehe erst nach der Ausschreibung über das Landratsamt Haßberge fest.

Die Feuerwehr Kirchlauter hatte eigentlich 43 Wehrleute und die Feuerwehr Neubrunn 15 gemeldet. Aber für die Förderung sei der Stichtag 2019 maßgeblich, und da standen für Kirchlauter 17 Empfänger und Neubrunn zwölf Empfänger zu Buche. Demnach stehen der Gemeinde insgesamt 29 Pager zu, die gefördert würden.

Wie Bürgermeister Kandler ausführte, wolle man zusätzlich aber für Kirchlauter und Neubrunn jeweils drei zusätzliche Geräte anschaffen, und auch die Löschgruppe Pettstadt soll zwei erhalten. Damit wäre man dann bei 37 neuen Pagern. Bei der Gemeinde verbleiben dann Kosten von knapp 10 000 Euro. In nächster Zeit würden dann auch die Sirenen umgestellt, wozu die Gemeinde ebenfalls einen Eigenanteil beitragen muss.

Keine Handy-App

Im Gremium entspannte sich dann eine Diskussion, ob denn wirklich so viele Pager benötigt würden. Peter Stretz (CSU) meinte, dass es dafür doch auch eine Handy-App gebe. Hierzu erläuterte VG-Geschäftsleiter Matthias Klauda, dass diese Handy-App nicht als offizielle Alarmierung angesehen werde, und es hier auch Probleme mit dem Datenschutz geben könne. „Man kann keinen Feuerwehrmann dazu verpflichten, eine App auf seinem Handy zu haben. Die Alarmierung und ein solcher Pager ist deshalb eine Pflichtaufgabe der Gemeinde“, meinte Eva-Maria Schmitt. So wurde dann auch einstimmig die Anschaffung beschlossen.

Anschließend ging es um die Unterstützung des Vereins Wasserwerksnachbarschaften Bayern e.V. durch eine Mitgliedschaft mit jährlichem Beitrag von 120 Euro. Der Verein organisiere jährlich für alle Wasserversorger einen sogenannten „Nachbarschaftstag“ und biete auch Fortbildungen für das technische Personal an. Uwe Derra (FW) sah diese Mitgliedschaft nicht als notwendig an, da die Gemeinde schon über den Trinkwasserzweckverband Mitglied sei. Außerdem sehe er darin auch keine Synergieeffekte. Ähnlich äußerten sich dann auch weitere Mitglieder, so dass der Antrag mit 12:1 Stimmen abgelehnt wurde.

Neues Förderprogramm

Bürgermeister Karl-Heinz Kandler berichtete von Gesprächen mit der Telekom wegen der Inbetriebnahme des Funkmastes bei Neubrunn, der nun schon seit fast zwei Jahren stehe. Das Unternehmen habe ihm aber noch keinen Zeithorizont nennen können. Aber er bleibe an der Sache. Dies gelte auch für den Radweg in Richtung Goggelgereuth und bis zur  Gemeindegrenze zu Rentweinsdorf. Hier gebe es nun ein neues Radverkehrsprogramm des Bundes und des Landes, mit dem man auf insgesamt 85 Prozent Förderung kommen könnte. Auf jeden Fall wolle sich die Gemeinde bis an die Gemeindegrenze von Rentweinsdorf beteiligen, was noch einmal zusätzliche Kosten von rund 50 000 Euro bedeuten würde.

Für den Ausbau der Staatsstraße 2281 von der Hasenmühle nach Kirchlauter habe er einen Brief an das Straßenbauamt geschrieben, von dort aber noch keine Antwort erhalten. „Vielleicht wird es zumindest etwas bis zu meiner Pensionierung im Jahre 2026“, fügt er hinzu. Aus dem Gremium kam der Vorschlag, hier die „Baunach-Allianz“ stärker mit einzubeziehen, zumal es auch um die Anschlussverbindung über Mauschendorf-Gerach nach Laimbach an die B 279 gehe. Die nächste Gemeinderatssitzung wurde auf 9. Februar terminiert.

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