LUßBERG

Alles neu bei der Lußberger Feuerwehr

Auszeichnung von Wehrleuten mit dem staatlichen Ehrenzeichen (von links): Kreisbrandrat Ralf Dressel, KBI Peter Pfaff, Bürgermeisterin Gertrud Bühl, Landrat Wilhelm Schneider, Alfons Griebel, Andreas Griebel, Marcel Knoblach, Dietmar Reinwand und Edwin Strauß. Foto: Günther Geiling

In den vergangenen 140 Jahren hat sich die Welt gewaltig geändert – da macht das Feuerwehrwesen keine Ausnahme. Um den immer neuen Aufgaben der Feuerwehren gerecht zu werden, braucht es eine zweckmäßige Ausrüstung. Ein neues Fahrzeug konnten jetzt die Floriansjünger aus Lußberg einweihen, und auch das sanierte Feuerwehrhaus bekam Gottes Segen. Die Gelegenheit nutzte die Feuerwehr außerdem, um mehrere Kameraden auszuzeichnen.

Pfarrer Dr. Mathias Rusin segnete das neue Tragkraftspritzenfahrzeug und das Feuerwehrhaus. Bürgermeisterin Gertrud Bühl stellte in ihrer Rede heraus, dass die FFW Lußberg ein neues Feuerwehrfahrzeug erhalten habe, da das alte nach 37 Jahren ausgedient habe. Zusätzlich hätte die Feuerwehr nun ein Haus, das nahezu rundum erneuert worden sei. Alten Berichten zufolge sollen die Lußberger bereits 1865 eine eigene FW-Organisation aufgebaut haben. Im Staatsarchiv sei nachzulesen, dass in Lußberg offiziell die Feuerwehr im Jahre 1875 als eine der ersten Wehren im damaligen Landkreis Ebern gegründet wurde. Die erste Pumpe aus dem Anschaffungsjahr 1876 sei sogar noch vorhanden.

1964 sei ein Feuerwehrverein ins Leben gerufen worden und im gleichen Jahr begann der Bau des Gerätehauses mit Schlauchturm. Auch diesmal hätten 15 Kameraden und Helfer mit rund 700 Stunden ehrenamtlichen Arbeitseinsatz dazu beigetragen, dass sich die Kosten im Rahmen hielten – 133 000 Euro kostete die Sanierung. Zusammen mit den Kosten für das neue Fahrzeug habe die Gemeinde nun rund 200 000 Euro in die Feuerwehr Lußberg investiert.

Landrat Wilhelm Schneider meinte, dass 140 Jahre FFW Lußberg ein guter Grund zum Feiern seien. „Mit diesen beiden Investitionen haben sie optimale Voraussetzungen geschaffen, um im Ernstfall noch besser und schneller helfen zu können“, sagte Schneider. Das neue Feuerwehrauto sei kostbar, aber vor allem sei es hilfreich und unabdingbar für die vielseitigen Arbeitsfelder der Feuerwehr.

Anschließend wurde das besondere Engagement von Wehrleuten mit der Verleihung des Feuerwehrehrenzeichens gewürdigt. Kreisbrandrat Ralf Dressel stellte dabei den hohen Einsatz bei der Renovierung des Gerätehauses heraus, hielt es aber genauso wichtig, dass kleinere Wehren für die Basisarbeit ein solches Fahrzeug erhielten.

Besondere Ehrung

Elf Kameraden erhielten das staatliche Ehrenzeichen. Für 40 Jahre waren dies Alfons Griebel, Andreas Griebel und Edwin Strauß von der FFW Kottendorf sowie Harald Funk (FFW Breitbrunn). Das Ehrenzeichen für 25 Jahre ging an Dietmar Reinwand, Joachim Welz, Heiko Derra, Michael Hoch (FFW Breitbrunn) sowie an Marcel Knoblach, Roland Lüdtke und Rainer Frank (FFW Lußberg).

Eine Sonderehrung erhielt Hermann Lüdtke, der zum Ehrenkommandanten der Feuerwehr Lußberg ernannt wurde. Bürgermeisterin Bühl würdigte seinen 52-jährigen Einsatz in der Wehr, davon 36 Jahre Einsatz in der Feuerwehrführung, zwölf Jahre als Zweiter und 24 Jahre als Erster Kommandant.

Zum Ehrenkommandanten wurde Hermann Lüdtke (2. von links) ernannt; hier mit Landrat Wilhelm Schneider (links) sowie Bürgermeisterin Gertrud Bühl und Kommandant Detlef Niedermeier. Foto: Günther Geiling
Pfarrer Dr. Mathias Rusin (links) bei der Segnung des neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges der FFW Lußberg vor dem ebenfalls frisch gesegneten Feuerwehrhaus. Foto: Günther Geiling

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