Rauhenebrach

Alles wird neu in der Obersteinbacher Straße

Der Neuausbau der Obersteinbacher Straße einschließlich Kanal und Wasserleitung beschäftigte den Gemeinderat Rauhenebrach in der ersten Sitzung des neuen Jahres. Foto: Sabine Weinbeer

Die Sanierung von Wasserleitung und Kanal in der Obersteinbacher Straße, bevor die Fahrbahn selbst vom Landkreis neu ausgebaut wird, ist die erste größere Investition des gerade begonnenen Jahres in Rauhenebrach. Rund eine halbe Million Euro wird die Gemeinde für die Ver- und Entsorgungsleitungen aufbringen müssen, dazu kommen knapp 200 000 Euro für die Gehwege und Seitenflächen der Straße.

In der ersten Gemeinderatssitzung des Jahres legte Bürgermeister Matthias Bäuerlein dem Gremium mehrere Beschlussvorlagen zu dieser Maßnahme vor. Zunächst galt es, die Entwurfsplanung  zu akzeptieren, was der Gemeinderat auch tat. Andiskutiert wurde die Frage, ob es Sinn macht, in der Obersteinbacher Straße einen zweiten Kanal für das Oberflächenwasser zu verlegen. Allerdings könnte damit nur das Oberflächenwasser der Straße erfasst werden, da die umliegenden Wohngebiete nicht über ein Trennsystem verfügen. Bürgermeister Matthias Bäuerlein will das mit dem Planungsbüro erörtern.

Derzeit ist vorgesehen, den maroden alten Kanal stillzulegen und zu ersetzen. Im vergangenen Jahr war es bereits zu einem Kanaleinbruch gekommen, der auch eine massive Setzung der Fahrbahn nach sich zog. Der Landkreis als Straßenbaulastträger erkannte daraufhin, dass hier nicht nur eine Fahrbahnsanierung, sondern ein Neuausbau der Straße sinnvoll ist.

Auch die Kooperation zwischen Gemeinde und Landkreis wurde vom Gemeinderat einstimmig gebilligt. Der Straßenausbau wird nach Kostenschätzung etwa 550 000 Euro kosten, davon entfallen auf die Gemeinde 186 100 Euro für die Gehwege und die Seitenflächen. Für die Bordsteine steuert der Kreis einen einmaligen Beitrag von elf Euro je laufendem Meter bei. Außerdem erhält die Gemeinde einmalig knapp 44 000 Euro dafür, dass das Oberflächenwasser der Kreisstraße künftig in die gemeindliche Kanalisation fließt.

Die Generalsanierung des Kindergartens Untersteinbach geht ihrem Ende entgegen. Wie vorher soll es in den beiden Regelgruppen wieder doppelte Spielebenen geben. Diese wurden vom Gemeinderat in Auftrag gegeben, die Podeste koten knapp 16 000 Euro.

Fertig ist das neue Nebengebäude am Kindergarten Prölsdorf, das die "Werkstatt" aufnehmen wird. Für die Tische und Stühle gab der Gemeinderat den üblichen zehnprozentigen Zuschuss frei.

Schon einige Male wurde im Gemeinderat über die Ausstattung des Spielplatzes am Schulgelände in Untersteinbach diskutiert. Wegen der Lage an der Schule und durch die Kinder in der Mittagsbetreuung ist der Platz stark frequentiert, weshalb aus der Elternschaft schon einige Male der Wunsch geäußert wurde, mehr Spielgeräte aufzustellen. Zudem sei das Angebot für kleinere Kinder nicht ausreichend.

Elena Albert-Brücher erläuterte im Auftrag der Eltern ihr Anliegen. Sie könne sich auch vorstellen, dass die Gemeinde die teureren Elemente anschafft und die Eltern durch ein Sommerfest oder Ähnliches noch ein paar Ergänzungen finanzieren.

Bürgermeister Matthias Bäuerlein erklärte, dass in Absprache mit den Eltern einige wünschenswerte Spielgeräte ausgesucht wurden. Der "dickste Brocken" wäre dann ein Kleinkinder-Spielturm, der rund 12 000 Euro kostet. Eine Kleinkindschaukel ist mit 1500 Euro veranschlagt. Eine Wippe, ein Karussell oder ein Balancierbalken könnten dazu kommen, wenn es das genannte Fest gibt. Außerdem habe er den Versuch gestartet, einen Zuschuss zu erhalten, erklärte der Bürgermeister.

Auf seinen Vorschlag hin beschloss der Gemeinderat, 13 500 Euro für Spielgeräte zur Verfügung zu stellen und Spielturm und Schaukel zu bestellen, da sich die Lieferzeiten derzeit auf mindestens zehn Wochen belaufen.

Die wachsende Gefährdung durch Biberbauten sprach Gemeinderat Alexander Leicht an. "Die holen sogar Holz aus dem Wald", erklärte er. Und Hermann Hotz ergänzte, dass er schon mehrfach die Dämme seiner Fischweiher reparieren musste, weil Biber sie durchlöcherten. Bürgermeister Matthias Bäuerlein erklärte dazu, dass er zu dem Thema noch in dieser Woche einen Vor-Ort-Termin mit der Unteren Naturschutzbehörde habe.

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