MAROLDSWEISACH

Allianz-Bürgermeister formieren sich gegen P44

Das Bild zeigt fünf Bürgermeister aus dem Gebiet der Hofheimer Allianz vor dem Transparent am Ortseingang von Maroldsweisach: (von links Dieter Möhring (Aidhausen), Wolfram Thein (Maroldsweisach), Günther Pfeiffer (Ermershausen), Hubert Endres (Bundorf) und Hermann Niediek (Burgpreppach).
Das Bild zeigt fünf Bürgermeister aus dem Gebiet der Hofheimer Allianz vor dem Transparent am Ortseingang von Maroldsweisach: (von links Dieter Möhring (Aidhausen), Wolfram Thein (Maroldsweisach), Günther Pfeiffer (Ermershausen), Hubert Endres (Bundorf) und Hermann Niediek (Burgpreppach). Foto: Stefanie BRantner

Fährt man nach Maroldsweisach, so fällt der Blick fast automatisch auf das große, in leuchtendem Gelb und Rot gehaltene Transparent am Ortseingang. Am Freitag trafen sich dort die Bürgermeister aus dem Hofheimer Land.

Sinn des Treffens war es, öffentlich Stellung zum Netzausbau in der Variante der geplanten Stromtrasse P44 zu beziehen. Zwar sei man politisch schon geraume Zeit aktiv und habe entsprechende Stellungnahmen abgegeben. Zwischenzeitlich lägen auch in den Verwaltungsgemeinschaften und in den einzelnen Gemeinden Unterschriftenlisten aus. Hier können sich die Bürger eintragen und damit ebenfalls ihren Unmut gegen die geplante Trassenführung unterstreichen. In Coburg, Schweinfurt, aber auch in Maroldsweisach haben sich diesbezüglich inzwischen schon Bürgerinitiativen gegründet.

Von Schalkau quer durch die oberen Haßberge bis nach Grafenrheinfeld soll die Leitung verlaufen, also durch den Naturpark Haßberge. Was bei anderen Projekten schon oft das Aus bedeutet hat, soll nun genehmigt werden.

Die zusammengekommenen Bürgermeister waren sich einig: „Wir versuchen, hier den Tourismus zu fördern, haben kaum Industrie und auch keine Autobahnen. Diese Trasse würde den Naturpark zerschneiden und kein Mensch in den Haßbergen hätte etwas davon. Es würde lediglich unsere Natur zerstören und dagegen muss man sich wehren.“

Zudem bezweifelten die Bürgermeister, ob überhaupt der Bedarf für diesen Netzausbau gegeben ist. Es würden immer mehr Alternativen zur Energiegewinnung in den Haßbergen installiert. Biogasanlagen, Windkraftwerke und Photovoltaikanlagen seien gebaut worden und es würden sicherlich weiterhin welche entstehen, um die benötigte Energie zu erzeugen. Schon dies sei im Netzentwicklungsplan nicht ausreichend gewürdigt, ist sich Bürgermeister Wolfram Thein sicher.

Seiner Meinung nach hätte man die Variante P46, also Redwitz-Mechlenreuth-Etzenricht-Schwandorf prüfen müssen. Hierbei handle es sich weitgehend um eine Bestands-trasse, die man entsprechend aufrüsten könne. Die Alternativplanung P44 mod. sei eine Alibiplanung gewesen. Am Ende führe sie über eine Wohnbebauung. Dies ließe sich zwar umgehen, aber sie wäre länger und natürlich auch teurer.

Eigentlich soll die 380-Kilovolt-Leitung bis 2027 stehen. Der Landkreis Haßberge aber, sowie der Freistaat Bayern, wollten sich offensichtlich dagegen mit allen Mitteln wehren.

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